Exzellenter Interpret an der Königin der Instrumente

Exzellenter Interpret an der Königin der Instrumente

Eröffnungskonzert der Orgeltage mit Ulrich Pakusch.

Ob Zufall oder nicht: Jedenfalls trafen beim Eröffnungskonzert des ersten Zyklus’ der diesjährigen Wuppertaler Orgeltage Geburtstagskinder aufeinander. Die Konzertreihe wird dieses Jahr 45 Jahre alt, genauso wie der Neubau der Kirche St. Antonius am Alten Markt, in der die Veranstaltung stattfand. Antoniuskantor Stefan Starnberger freute sich, dass vor ihrer gründlichen Reinigung im Herbst noch einmal an ihr ein Konzert gegeben wird.

Aus Würzburg reiste Ulrich Pakusch an, der passend zu den derzeit winterlichen Temperaturen Musik aus Nordeuropa vorstellte. Zuerst ging es nach Schweden, wo Harald Fryklöf wirkte. Sein „Symfoniskt Stycke“ stellte der Studienleiter und Kapellmeister am Mainfranken Theater Würzburg vor. Von dem zeitgenössischen schwedischen Komponist Fredrik Sixten kamen „Hymn“ und „Postludio“ zu Gehör. Nicolaus Bruhns, ein bedeutender Vertreter der barocken Norddeutschen Orgelschule, schrieb sehr eigenwillige, harmonisch und rhythmisch komplexe Orgelwerke. Als Beispiel dafür erklang sein großes Präludium in e-Moll. Dann ging es über den Atlantik nach England. Dort schrieb 1920 Ralph Vaughan Williams die drei Präludien über walisische Choralmelodien. Wieder zurück in Skandinavien, ging es um norwegische Klänge. Die berühmte erste Peer-Gynt-Suite von Edvard Grieg spielte der Konzertorganist in einer erstklassigen Orgelbearbeitung von Michael Brockschmidt. Schließlich ging es auf die Grüne Insel, wo der irische Tonschöpfer Charles Villiers Stanford das Licht der Welt erblickte. Mit seinem Opus 57, der anspruchsvollen Fantasie und Toccata in d-Moll, wurde das Publikum bekannt gemacht.

Ulrich Pakusch präsentierte sich mit diesem gehaltvollen Programm als ein exzellenter Interpret an der Königin der Instrumente. Er beeindruckte mit hoher Virtuosität. Selbst wieselflinke Passagen kamen lupenrein aus den Orgelpfeifen. Seine orchestralen Registrierungen bei Grieg und die abwechslungsreichen romantischen wie impressionistischen Registrierungen ließen keine Wünsche offen. has