Müll: ESW stellt Wegwerftrend fest

Müll : ESW stellt Wegwerftrend fest

Begünstigt werde der durch die viele Gastronomie in der City.

Die Abfallbehälter im Innenstadtgebiet werden immer schneller voll, weil allgemein mehr Verpackungen, Dosen und Kaffeebecher im Umlauf sind. Diesen Trend stellt Klaus Steinbrink, Abteilungsleiter bei der Straßenreinigung (ESW), fest. „Die Leute meinen offenbar, dass man nicht mehr durch die Stadt gehen oder mit dem Auto fahren kann, ohne dabei etwas zu Verzehren“, sagt Steinbrink. Das sei eine Trendwende, die in den vergangenen sechs bis acht Jahren so richtig Fahrt aufgenommen habe.

Die Auswirkungen zeigen sich beispielsweise in den Abfallbehältern der City, die gerade durch die voluminösen To-Go-Kaffeebecher schneller überlaufen. „Auf dem neuen Döppersberg sind wir deshalb schon auf größere Körbe mit 100 Liter Fassungsvermögen umgestiegen“, berichtet Steinbrink. Die herkömmliche Größe der Abfalleimer betrage 60 Liter.

Auch die Tatsache, dass Autofahrer zunehmend gern einen Snack oder ein Getränk zu sich nehmen, zeigt sich für Steinbrink und sein Team aus der Straßenreinigung in unschöner Form an den Grünflächen kurz hinter Autobahnausfahrten. „Da wird der Müll einfach aus dem Fenster geworfen.“

Im Innenstadtbereich seien einfach mehr Pommes-Schalen, Getränkebecher und Co. im Umlauf, weil der Anteil der Gastronomie in der City gestiegen ist. „Wo früher Einzelhandel war, ist heute die Imbiss-Bude“, sagt Steinbrink.

Bei dem ESW hat jeder Mitarbeiter einen Mehrwegbecher für seinen Kaffee. Dass das Bewusstsein für das Becherproblem bei den Menschen angekommen ist, merke Steinbrink generell schon. Allerdings muss er feststellen: „In den Mülleimern bemerken wir das noch nicht.“ neuk

Mehr von Westdeutsche Zeitung