Essen, trinken, trödeln und ganz viel Lebensgefühl

Essen, trinken, trödeln und ganz viel Lebensgefühl

Das Wetter meinte es diesmal nicht so gut mit dem Kult-Flohmarkt auf der Kneipenmeile.

Wuppertal. Das Luisenfest zog - zumindes was das Wetter an diesem zweigeteilten Wochenende betraf - die Verliererkarte. Doch trotz anhaltender Regenschauer tummelten sich wieder unzählige Besucher zwischen Laurentius- und Sophienkirche. Flohmarktstände und Live-Musik sowie jede Menge Kulinarisches bilden den ganz besonderen Charme des Luisenfestes und sind auch bei Regen Garant dafür, dass auf Wuppertals Kneipenmeile zeitweise kein Durchkommen ist.

So fand Rentnerin Hilde Weber das regnerische Wetter zwar schade, meinte aber auch, "dass der Regen doch irgendwie dazugehört", und fügte lachend hinzu: "Ohne Regen würde das hier doch auch nur halb so viel Spaß machen."

Das Repertoire an den Ständen umfasste - von Kleinkram wie Tellern und Tassen über selbstgemachte Konfitüre bis hin zu Brotbackmaschinen - ein weites Spektrum.

Doch nicht nur für kauf- und feilschfreudige Besucher bot das Luisenfest Unterhaltung. So sorgte beispielsweise ein DJ aus dem Fenster der Viertelbar für musikalische Untermalung beim Schlendern durch die enge Straße, während einige Meter weiter auf der Bühne gerockt wurde. Dort erhielt die vierköpfige Wuppertaler Band Sayeh Applaus für ihre Performance. Wenig später folgte das Duo Ombelico. Alfonso Gravina und Andrea Galluccio spielten mit E-Gitarre, Didgeridoo und diversen Percussion-Instrumenten ganz eigene Klänge. Und auch auf den anderen Bühnen wurde im Laufe des Tages fleißig musiziert.

"Dieses ganze Fest ist nicht einfach bloß ein Flohmarkt mit Essen und Musik", fand Walther Happel. "Für mich ist das hier eine tolle Präsentation des großartigen Lebensgefühls dieser Gegend". Weitaus weniger begeistert zeigte sich Franziska Gundlach, die für das Straßenfest extra aus Oberhausen angereist war. "Bekannte haben mir das hier als Geheimtipp verkauft. Jetzt bin ich aber schon eher enttäuscht. Das ist ja winzig klein."

Zumindest die Wuppertaler aber wussten das und waren wie immer zufrieden - trotz des Regens.

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