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Es gibt nicht genug Plätze für betreutes Wohnen in Wuppertal

Ausbau : Es gibt nicht genug Plätze für betreutes Wohnen in Wuppertal

Betreutes Wohnen kann das selbstbestimmte Leben fördern, zum Beispiel für Menschen mit Behinderung, mit Autismus oder besonderen sozialen Schwierigkeiten. Doch in Wuppertal reicht das Angebot nicht aus.

Das Angebot des betreuten Wohnens im Bereich der Eingliederungshilfe ist „nicht ausreichend“ – besonders für junge Menschen mit geistiger Behinderung, Menschen mit Autismus, Menschen mit besonders herausforderndem Verhalten, Frauen und ältere Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten. Das geht aus einer Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der Grünen im Sozialausschuss hervor.

Es werde versucht, das Angebot auszubauen, einige Träger der Eingliederungshilfe seien laufend auf der Suche nach passenden Wohnungen und Gebäuden für ihre Zielgruppen. Die Stadt berate die Träger auch zu möglicher Finanzierung und Förderung.

In den vergangenen fünf Jahren wurden laut dem Ressort für Bauen und Wohnen vom Verein Autismus Bergisches Land acht inklusive Wohnplätze an der Werder Straße errichtet. Sie sind für Rollstuhlfahrer nutzbar, erhielten Zuschüsse aus der Wohnraumförderung. An der Rudolfstraße wurden 24 Inklusivplätze bewilligt. Dort baut das Troxler-Haus mit Zuschüssen des Landschaftsverbands Rheinland (LVR). In diesem Jahr werden voraussichtlich zwölf Plätze an der Von-der-Goltz-Straße und acht Wohnungen in der alten Luhnsfabrik bewilligt, ein weiterer Antrag für 16 inklusive Wohnplätze liegt vor.

Nach den aktuellen Zahlen des Sozialamts von Ende 2019 nutzten damals 985 Personen mit seelischer Behinderung und 69 Personen mit Suchterkrankung das Angebot des ambulant betreuten Wohnens, das stationär betreute Wohnen nutzten 609 Personen mit geistiger Behinderung, 332 Personen mit seelischer Behinderung, 47 Personen mit Suchterkrankung und 37 Personen mit körperlicher Behinderung. Aktuell werden 43 Personen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten betreut.

Marcel Gabriel-Simon erklärt, der Grünen-Fraktion sei besonders wichtig, dass stationäre Wohnangebote für Frauen in besonderen Lebenslagen, die etwa durch psychische Störungsbilder oder Suchtproblematiken beeinträchtigt sind, weiter ausgebaut werden: Es seien „passgenaue und ausreichend finanzierte Angebote“ nötig.