Erste Testfahrtphase der Schwebebahn ist erfolgreich verlaufen

Schwebebahn : Schwebebahn besteht die ersten Fahrtests

Bevor am 1. August der Fahrbetrieb wieder aufgenommen wird, folgen weitere Testphasen.

In den ersten beiden Aprilwochen waren wieder Schwebebahnen auf der gesamten Strecke von Vohwinkel bis Oberbarmen unterwegs. Dabei handelte es sich um Testfahrten ohne Fahrgäste, die nach Angaben der Wuppertaler Stadtwerke nach Plan verlaufen sind. Der Zeitplan der WSW sieht vor, dass ab Mitte April wieder in Tag- und Nachtschichten am Gerüst gearbeitet wird. Die Hälfte der 18 000 Klemmbacken, an denen die Stromschienen befestigt sind, wurden bereits ausgetauscht. Am 18. November 2018 hatte sich eine Stromschiene im Bereich der Station Stadion/Zoo wegen  defekter Klemmbacken gelöst, was eine Kettenreaktion auslöste. Seitdem ruht der Fahrbetrieb.

So mancher Wuppertaler wird den Bahnen in den vergangenen Tagen sehnsüchtig nachgeblickt haben, aber es ist Geduld gefragt, denn erst am 1. August soll mit 31 neuen Schwebebahnen der Umlauf mit einem komplett neuen Betriebssystem wieder aufgenommen werden. „Alle zwei Wochen wird eine Schwebebahn aus Spanien angeliefert und dafür eine der alten Bahnen abgehängt“, beschreibt Stadtwerkesprecher Holger Stephan den Fahrplan zur Umstellung auf die neue Modellreihe. Neben den Funktionstests wurde die Testphase genutzt, um die Umstellung auf das neue Betriebssystem voranzutreiben.

Gestern war zwischen den Stationen Robert-Daum-Platz und Pestalozzistraße noch einmal eine der alten Bahnen unterwegs, um Schwingungen am Gerüst zu testen. Ab Mai sollen die nächsten Fahrten mit den aus Valencia angelieferten Fahrzeugen mit Bremsentests und Funktionstests (Türen, Licht) folgen.

 Die WSW erhoffen sich von dem neuen Betriebssystem eine Taktverdichtung und die Verkürzung der Fahrzeit zwischen Oberbarmen und Vohwinkel auf 25 Minuten. Das alte System stammt nach Angaben der Stadtwerke in seinen Ursprüngen aus dem Jahr 1963. Alle Fahrzeuge teilen bei dem neuen System einem Zentralcomputer drahtlos per Funk ihre Position mit. Der Zentralcomputer, der in der neuen Leitstelle an der Wartburgstraße seinen Standort hat, erteilt aufgrund dieser Informationen die individuellen Fahrtfreigaben und überwacht alle Fahrstraßen. „Die aktuellen Testphasen werden aber noch über die Leitstelle in der Schwebebahnstation Döppersberg gesteuert“, sagt Holger Stephan.

Ab Juli ist die Schwebebahn-Fahrschule verstärkt im Einsatz, denn die Fahrberechtigung für die Schwebebahnfahrer wird immer nur auf Zeit ausgestellt und muss bei einigen Fahrern nach der monatelangen Betriebspause neu nachgewiesen werden.

Mehr von Westdeutsche Zeitung