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Erhöhte Fallzahlen in Wuppertal durch die Reise-Rückkehrer

Corona : Erhöhte Fallzahl durch Reise-Rückkehrer

Die Zahl der Coronainfektionen in Wuppertal nimmt wieder stärker zu. In der Stadt wurden von Freitag, 7. August, bis Sonntag, 9. August, 30 Neuinfektionen gemeldet. Innerhalb von sieben Tage waren es 71 neue Fälle, der Sieben-Tage-Inzidenzwert, das ist die Zahl der Fälle bezogen auf 100 000 Einwohner, kletterte auf 19,61. Damit liegt Wuppertal im Trend der großen NRW-Städte, die ebenfalls höhere Fallzahlen verzeichnen.

Ab einem Inzidenzwert von 50 würde die Stadt als Risikogebiet eingestuft. Dieser Grenzwert liegt zwar noch nicht in Sichtweite, aber im Krisenstab der Stadt wird über die Rücknahme von Lockerungen der Schutzauflagen nachgedacht, sollte der Wert von 20 überschritten werden. „Mehr als 50 Prozent der neuen Fälle ist auf Reise-Rückkehrer zurückzuführen“, sagt Sozialdezernent Stefan Kühn. Am Montag waren 88 Personen infiziert, das sind neun mehr als vor dem Wochenende. 21 Personen gelten seit dem Wochenende als genesen.

„Nach dem Lockdown hatten wir zeitweise 400 Infizierte, die Zahl ging zwischenzeitlich bis auf 20 zurück. Die aktuelle Zahl von 88 müssen wir als Warnung verstehen, dass es wieder ein höheres Ansteckungsrisiko gibt als noch vor ein paar Wochen“, so Stefan Kühn. 508 Personen sind in Quarantäne, davon 434 in angeordneter Quarantäne.

Oberbürgermeister Andreas Mucke bittet die Wuppertaler, achtsam und vorsichtig zu sein. „Diese Entwicklung mussten wir zum Ende der Sommerferien befürchten. Die Schüler kehren am Mittwoch in den Schulregelbetrieb zurück. Ich habe die WSW aufgefordert, im Schwebebahnersatzverkehr einen Vierminuten-Takt zu fahren und die Maskenpflicht durchzusetzen“, so Andreas Mucke.

An vier Wuppertaler Kindertagesstätten wurden in den vergangenen Wochen Infektionen bei Kindern oder Erziehern bestätigt. Nach den bisherigen Untersuchungen handele es sich jeweils um Einzelfälle. Infektionsketten seien hier nicht entdeckt worden, sagt Stefan Kühn.

Bei der Stadt gingen bisher 1784 Anträge auf Anpassung oder Stundung der Steuerzahlungen mit einem Volumen von 95 Millionen Euro ein. Den Löwenanteil macht die Anpassung (83,4 Millionen) beziehungsweise die Stundung (10,1 Millionen) bei der Gewerbesteuer ein. Hier darf die Stadt hoffen, dass der Bund und das Land NRW die Steuerausfälle ausgleichen. Weitere Ausfälle gibt es bei der Vergnügungssteuer (0,6 Millionen) und den Grundbesitzabgaben (1,1 Millionen).