Elterninitiative will Kita-Außengelände in Wuppertal umgestalten

Gut für Wuppertal : Elterninitiative will Kita-Außengelände umgestalten

Für einen Teil der Arbeiten wirbt sie auf der Internetplattform Gut für Wuppertal um Spenden.

Der alte Obstbaumbestand wurde bereits im Sommer gefällt. Die Haselsträucher, die zuvor die Zäune zierten, sind ebenfalls nicht mehr zu sehen. Und auch der Sand aus dem großen Sandkasten wurde durch Holzgehäckseltes ersetzt. „Die Kindertagesstätte Baumhaus e.V. verändert ihre Außenanlage“, erklärt Leiterin Claudia Ellerbrok. Das Besondere an der Kita an der Westkotter Straße: Seit 30 Jahren ist sie eine Elterninitiative. Das bedeutet, dass die Eltern der Kinder im eingetragenen Verein Mitspracherecht bei allen Entscheidungen haben und auch in der Kita aushelfen – etwa bei Malerarbeiten oder bei der Gartenpflege, berichtet Ellerbrok. Und damit der Besuch der Kita auch Kindern einkommensschwächerer Familien ermöglicht wird, halte die Kita die Elternbeiträge besonders gering, betont sie.

Deshalb müssen die meisten Neuanschaffungen durch Spenden finanziert werden – so auch im Falle der Umgestaltung der Außenanlage. Seit März kann für verschiedene Investitionen in die Außenlage auf der Internetplattform www.gut-fuer-wuppertal.de gespendet werden. Initiatorin der Spendenaktion war die Vereins-Vorstandsvorsitzende Sandy Salzberg, so Ellerook und ergänzt: „Sie hatte das ins Leben gerufen“. Da Salzberg bei der Sparkasse arbeitet, war die Kita auch Teilnehmer des Sparkassenspendentags 2019, bei dem am Nikolaustag alle Spenden einen zusätzlichen prozentualen Anteil aus dem Spendentopf erhielten.

Die Außenanlage hat sich inzwischen schon gewaltig verändert, berichtet die Leiterin. So war man gezwungen, die Obstbäume zu fällen, da sie zu hoch wuchsen und so ein Sicherheitsrisiko für die Kinder darstellten. Diese Teilaktion wurde bereits durch 700 Euro an Spendengeldern finanziert. „Die Haselsträucher hingegen mussten wir entfernen, da einige Kinder darauf allergische Reaktionen zeigen“, sagt Ellerbrok. Sie hofft, dass auch hier bald wieder andere Pflanzen ihren Platz finden, damit es wieder etwas grüner wird. „Ein Problem bei uns sind zudem herumlaufende Katzen“, fügt sie hinzu. Denn die hinterließen öfter ihre Ausscheidungen im Spielsand der Kinder, sodass auch hier Handlungsbedarf bestand.

Geplant sind zudem zwei Gerätehäuser, sagt Ellerbrok. Für beide gab es bisher noch keine Spenden. Das erste soll etwas kleiner sein und Gartengeräte und kleineres Spielzeug beinhalten. In dem größeren, das aus Aluminium errichtet werden soll, ist eine Unterbringung von Spielgeräten, aber auch von Fahrzeugen angedacht.

Für Frühjahr 2020 wird zudem eine Neuverlegung der Stein-Platten im unteren Bereich geplant. „Denn diese wurden durch Regenfälle teilweise verrutscht“, erklärt Ellerbrok im Hinblick auf die Gefahr von Stolperfallen, die so entstehen können. Allerdings gibt es hierzu noch keinen Spendenaufruf.