Elisenfest lockt 10000 Besucher bei Traumwetter auf die Hardt

Elisenfest lockt 10000 Besucher bei Traumwetter auf die Hardt

Rund 50 Stände und Deutschlands größte Hüpfburgen sorgten am Wochenende für beste Unterhaltung.

Wuppertal. Manch einen trifft es hart, nicht so den Verein der Freunde und Förderer des Botanischen Gartens, den wieder einmal Bilderbuchwetter belohnte. Ein Wochenende früher und der großen Sause "Rund um den Elisenturm" hätten Kälte und Regen den Garaus gemacht. Doch Karl-Heinz Emmert, Stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins und Hauptorganisator des Festes, hat in den vergangenen 15 Jahren eine Art Gott- und Sonnenvertrauen entwickelt.

Nachdenklicher stimmt ihn die Tatsache, dass dieses Fest mittlerweile die Hardt auf den Kopf stellt. Nachdem der "Elisenplatz" vor dem Turm im Rahmen der Regionale 2006 zur großen Erlebnisfläche umgestaltet wurde, hatte auch das Fest, zuvor auf die kleine Wiese im Botanischen Garten beschränkt, neue Dimensionen gewonnen. Etwa 50 Stände waren am Wochenende aufgebaut, dazu am Sonntag Deutschlands größte Hüpfburgen. Das lockte etwa 10 000 Besucher auf die Hardt, nicht nur aus Wuppertal, wie an den Autokennzeichen nachzuvollziehen war.

Doch gerade an den auswärtigen Fahrzeugen prangen bereits Knöllchen. "Wer uns den Königsweg vorschlägt, wird sicher erhört", sagt Emmert. Im vergangenen Jahr sei es zum Chaos gekommen, hätten Falschparker den Busverkehr behindert. "Würden wir die Schranken entfernen, stünden die Leute sogar bei uns auf der Wiese." So wird der Zustrom kontingentiert, werden Tickets für eine begrenzte Parkzeit ausgegeben, während Politessen an der Hardtstraße patrouillieren. Es sei nun mal die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ratsam.

Bäcker, Bauer, Kunsthandwerker, Imker und die Igelfreunde - bei der Standbelegung ist es abermals gelungen, naturnah zu bleiben und die ökologischen Grundfesten nicht zu erschüttern. Auch das sei nicht immer leicht und müsse in Zukunft mit kritischem Blick verfolgt werden, sagt Emmert. Den üblichen Charakter von Volksfesten wünscht er sich nicht und hat auch in diesem Jahr Erfolg bei der Realisierung dieses Konzepts: volksnahe Preise, eine Tombola ohne Nieten, Spaß und Lehrreiches für Kinder wie auch Erwachsene, obendrein die Gelegenheit zum Einkauf schöner Dinge, die man eben nicht überall erhält.

Die Freude schwappt über zum Weinstand, wo die letzten Besucher den Tag bei einem Schoppen ausklingen lassen.

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