1. NRW
  2. Wuppertal

Elberstreppe in Wuppertal hat jetzt Stufen mit Mosaiksteinchen

Stadtverschönerung : Elberstreppe in Wuppertal hat jetzt Stufen mit Mosaiksteinchen

Die sanierte Elberstreppe soll ein gutes Lebensgefühl vermitteln.

Die sanierte Elberstreppe darf in den nächsten Tagen wieder genutzt werden. Einen genauen Termin konnte die Stadt noch nicht nennen. „Das Ingenieursbüro muss erst noch die Abschlussbesichtigung vornehmen. Außerdem werden provisorische Geländer installiert. Wir gehen davon aus, dass die Treppe noch vor Weihnachten freigegeben wird,“ sagt Martina Eckermann von der Stadt.

Zwischen Juli und Dezember wurde die Treppe zwischen Wichlinghauser Straße und Elbersstraße geschlossen und für rund 500 000 Euro komplett saniert. Jetzt ist sie fast fertig. Es fehlen noch Handgriffe, um Menschen, die motorisch eingeschränkt sind oder unter vermindertem Sehvermögen leiden, mehr Sicherheit zu garantieren.

Besonders auffällig an der sanierten Treppe sind die Mosaiken, die das Dortmunder Atelier Kaller gestaltet hat. „Ich habe mich bewusst gegen gleichfarbige Treppenstufen entschieden. Stattdessen wollte ich mit Hilfe der verschiedenen Farben zeigen, was sich in dem Umfeld der Treppe alles abspielt,“ erklärt Künstler Robert Kaller.

Die Farben der einzelnen Stufen haben eine Bedeutung. Deshalb wechselt die Farbgebung von unten nach oben. Unten dominieren blaue Töne, während oben ein kräftiges Rot vorherrscht. Kaller ist sich sicher, dass die Treppe besonders bei Kindern gut ankommen wird. „Die Kleinen werden die Treppe lieben und sich vermutlich auch ihre Lieblingsstufe suchen.“

Für die 73 Stufen wurden die Mosaiken vom Atelier Kaller selbst hergestellt. Rund 25 000 Euro haben die aus gebranntem Steingut bestehenden Kunstwerke gekostet. Sie sind frostsicher, witterungsbeständig und rutschfest.

Kaller hat eine klare Vorstellung davon, was die Treppe bewirken soll: „Die Vielfalt der Farben soll ein gutes Lebensgefühl vermitteln. Kunst ist ein Nahrungsmittel und soll den Menschen gut tun. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie die Treppe täglich oder nur manchmal benutzen.“

Die Elberstreppe gehört zum Projekt „Stadt in Bewegung“, das 2016 von der Stadt Wuppertal konzipiert und vom Atelier Kaller umgesetzt wurde. Ziel ist es, die Wegegestaltung in Oberbarmen positiv zu verändern. Zunächst wurden die Treppen und Wege mit Mitteln des Förderprogramms „Soziale Stadt Oberbarmen-Wichlinghausen“ saniert. Danach begann das Atelier Kaller seine Verschönerungsaktionen.

Am unteren Abschnitt zwischen Berliner Straße und Langobardenstraße wurden neben großformatigen Wandmosaiken auch Mosaike direkt in die Pflasterung aufgenommen. Außerdem wurden die Wände des Weges Langobardenstraße / Normannenstraße mit weiteren Mosaikgestaltungen versehen. Der Weg Normannenstraße / Krühbusch wurde mit reinen Natursteinmosaiken gestaltet. Als letzter Abschnitt folgt nun bald die Wiedereröffnung der sanierten und neugestalteten Elberstreppe.