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Elberfeld: Bürger will Lieferzone vor Wuppertaler Supermarkt

Verkehrsbehinderung : Lkw verstopfen Straße - Wuppertaler will Lieferzone vor Supermarkt

An der Friedrich-Ebert-Straße in Wuppertal halten LKW, die den dortigen Supermarkt beliefern auf der Straße. Das sorgt für größere Probleme im Straßenverkehr, Ulrich Schmidt will das ändern.

Wer als Auto- oder Radfahrer an der Friedrich-Ebert-Straße 154 vorbeifährt, hat regelmäßig Probleme vorbeizukommen. Denn die Lieferwagen, die den Alem-Supermarkt beliefern, tun dies von der Straße aus. Der Wagen steht dann neben dem Radstreifen und damit mitten auf der Fahrbahn.

Ulrich Schmidt, Mitglied der IG Fahrradstadt und Schreiber zahlreicher Bürgeranträge, hat jetzt einen solchen eingereicht. Darin fordert er, dass die Stadt dort eine Lieferzone einrichtet. Zwar würden die LKW nicht mehr auf dem Radstreifen parken, aber das Halten in zweiter Reihe schränke die Sicht der Autofahrer, die vom Parkplatz kommen, ein. Dadurch sieht Schmidt die Verkehrssicherheit gefährdet. Durch die Einrichtung einer Lieferzone an den Parkplätzen am Straßenrand will Schmidt diese verbessern lassen. Aus seiner Sicht müsste die Stadt nur ein paar Schilder ändern.

Für ihn das nicht nur eine Sache der Radfahrer, auch für die Autofahrer sei die Situation nicht ideal und auch nicht für die Lastwagenfahrer. „Ich fahre selbst beruflich auch LKW und habe Verständnis, dass die Fahrer halten und die Ware abliefern müssen“, sagt er. Eine Umschilderung sei aus seiner Sicht die beste Lösung.

Auch der Supermarkt-Inhaber ist mit der Situation nicht ganz zufrieden und würde gerne etwas ändern. Oguz Hamurcu sagt, er habe das schon versucht, aber keine Möglichkeit gefunden. Es sei kompliziert.

Dass die Lieferwagen auf der Straße halten, sei weder für die Verkehrsteilnehmer eine gute Lösung, noch für die LKW-Fahrer. „Für sie ist das auch gefährlich. Immerhin ist das eine viel befahrene Hauptstraße“, sagt Hamurcu.

Das Problem sei aber, dass die meisten Parkplätze an der Straße zu klein seien für LKW, und der große ist mit einem eingeschränkten Halteverbot belegt – laut Hamurcu für die Patienten der Dialysepraxis auf dem Hof. Die Praxis war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

„Eine Alternative wäre es, einen Baum zu fällen, um Platz zu schaffen“, sagt Hamurcu. Er habe angeboten, mehrere Bäume anderswo zu spenden, aber von der Stadt keine Rückmeldung bekommen.

Bäume sind ein heikles Thema in der aktuellen politischen Landschaft. Anja Liebert, Fraktionsvorsitzende der Grünen will nicht, dass ein Baum für einen LKW-Parkplatz gefällt wird. Gleichwohl sieht sie die Verwaltung in der Pflicht, auf einen solchen Hinweis zu reagieren und den Missstand zu beseitigen. Sie hat dabei grundsätzlich die CDU an ihrer Seite. Hans-Jörg Herhausen, Vorsitzender der CDU-Fraktion, sagt, es müssten auf jeden Fall Möglichkeiten geprüft und das Problem gelöst werden.

Die Stadt will sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern. Erst wolle sie die Details vor Ort prüfen - etwa die Frage, wem das Grundstück gehört und welche Priorität die Parkplätze mit dem eingeschränkten Halteverbot haben.