Einzigartig: Mit dem Oldie-Bus durchs Tal

Einzigartig: Mit dem Oldie-Bus durchs Tal

Wuppertal-Besuchern wird bald mehr geboten. Das verspricht Chef-Vermarkter Matthias Haschke. Herausragend sollen Stadtrundfahrten im Oldtimer-Bus werden.

Wuppertal. Dem Bergischen Ring und der Verkehrshistorischen Arbeitsgemeinschaft der Stadtwerke hat es Wuppertal zu verdanken, dass regelmäßig Themen- und Stadtrundfahrten in historischen Fahrzeugen angeboten werden.

Dabei handelt es sich aber im wahrsten Sinn des Wortes um Sonderfahrten mit Voranmeldung, die überwiegend von Wuppertalern gebucht werden. Touristen sind da eher selten auszumachen. Die bewegen sich - wenn sie überhaupt den Weg an die Wupper finden - allenfalls mit der Schwebebahn oder im Zoo. Bald schon soll sich das radikal ändern. Dann wird es auch im Tal Stadtrundfahrten nach Fahrplan mit festen Abfahrzeiten und Haltestellen geben. Der Clou aber ist: Es werden keine beliebigen Busse unterwegs sein, sondern Oldtimer der Verkehrshistorischen Arbeitsgemeinschaft.

"Das gibt es so in keiner anderen Stadt", ist sich Matthias Haschke, Geschäftsführer von Wuppertal Marketing, sicher. Zurzeit wird noch am Fahrplan gefeilt. Fest steht aber schon der Termin für die Jungfernfahrt: Samstag, 4.April.

Motor des Engagements ist nicht zuletzt die große und europaweit einzigartige Monet-Ausstellung, die am 10.Oktober im Von der Heydt-Museum eröffnet wird. Spätestens dann gerät Wuppertal nicht nur bei Kunst-Freunden weit über die Landesgrenzen hinaus ins Blickfeld. Und wenn Hunderttausende ins Bergische ziehen, müssen sie auch eine entsprechende touristische Infrastruktur vorfinden. Zumindest will der neue Marketing-Chef verhindern, dass Wuppertal-Besucher vergeblich nach Rundum-Wohlfühl-Paketen Ausschau halten, mit denen sie nicht nur Kunst erleben, sondern auch in Konzert und den Zoo gehen können (siehe Kasten).

Die Oldtimer-Busfahrten sind da ein wesentlicher Baustein, weshalb die Haupt-Haltestelle der Oldtimer-Busse auch am Wall sein wird - in unmittelbarer Nähe zum Von der Heydt-Museum. Zum Einsatz kommen zwei historische Mercedes-Busse der Arbeitsgemeinschaft. Sie stammen aus Wuppertal und Solingen und sind markante Vertreter jener Fahrzeug-Generation, die in den 1970er und 1980er Jahren im Stadtgebiet unterwegs war. Beide Busse verfügen über Durchsage-Anlagen - und brauchen allerdings noch eine Sondergenehmigung für die Umweltzonen.