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Kirche in Wuppertal: Eine offene Bühne beim CVJM

Kirche in Wuppertal : Eine offene Bühne beim CVJM

Elberfelder Jugendliche haben sich das neue Format CaVéJM ausgedacht.

Das Kürzel sieht etwas ulkig aus: CaVéJM nennt sich ein Format beim CVJM Elberfeld, das sich Jugendliche und junge Erwachsene ausgedacht haben. „Das ist aus einem Wortwitz heraus entstanden“, erzählt Laura Droste. Im Sommer 2017 hätten die Jugendlichen zusammengesessen und überlegt, was sie beim CVJM noch anbieten könnten. Die erste Idee war ein offenes Café – allerdings liegen die Räumlichkeiten im Dachgeschoss der Citykirche am Kirchplatz nicht so günstig für Laufpublikum.

Deshalb kamen die Jugendlichen auf den Plan, das Publikum mit Musik in ihre Räume zu locken. Im Dezember 2017 boten sie zum ersten Mal eine Offene Bühne an. „Wir haben immer einen Featured Artist, der am Anfang, in der Mitte und am Ende spielt“, erklärt Laura Droste. Das soll den anderen die Angst nehmen, selbst auf die Bühne zu kommen. Dazwischen darf jeder auftreten, der etwas zu zeigen hat. Bisher waren das meist Singer/Songwriter; doch das Konzept ist prinzipiell offen für jedermann: „Wir nehmen auch Zauberkünstler, Jongleure oder Tänzer“, betont Laura Droste. Akustische Rockbands sind schon beim CVJM aufgetreten und etliche Poetry Slammer.

Am Anfang hatte das Organisationsteam erst einmal Schwierigkeiten, geeignete Künstler zu finden. „Wir hatten zwar durch ein anderes Projekt schon Kontakt zu Künstlern“, erzählt Laura Droste. Trotzdem dauerte es einige Zeit, bis schließlich im Dezember 2017 die Premiere mit Leon Mucke als Hauptact über die Bühne gehen konnte. Inzwischen kommen die Musiker manchmal von weit her, wie der Singer/Songwriter Timo Brandt aus Hamminkeln. Andere, wie die 18-jährige Solinger Sängerin Leonora Huth nutzen die Möglichkeit,  um Bühnenerfahrung zu sammeln. Rapper Vinku war ebenso dabei wie der „kleine Musiker“ Dennis Weißgerber oder Bilstein&Dunkel.

Für den Hauptkünstler
geht ein Hut herum

Auch die sonstige Organisation musste sich anfangs einspielen. „Wir mussten Erfahrungen sammeln, wie viel gegessen und getrunken wird an so einem Abend.“ Es gibt Softdrinks und Bier zu studentenfreundlichen Preisen, Pommes, Brezeln und Knabberzeug. Der Eintritt ist prinzipiell frei, aber für den Hauptkünstler geht ein Hut herum und für das Organisationsteam gibt es eine Spendendose. Über Social Media-Kanäle macht das 28-köpfige Organisationsteam Werbung für das Format. Sieben von ihnen tragen im Leitungsteam die Hauptverantwortung.

Inzwischen hat CaVéJM einen festen Fankreis erschlossen. Rund 40 bis 60 Gäste kommen zu jeder Veranstaltung. Platz ist für bis zu 150. Auch die Künstler haben das Format entdeckt. „Das letzte Mal waren 15 Minuten nach Beginn alle Slots für Auftritte vergeben“, erzählt Laura Droste. Deshalb wagen die Organisatoren jetzt den Schritt und bieten CaVéJM 2020 statt quartalsweise monatlich an. Immer am letzten Freitag im Monat um 19 Uhr gibt es die Offene Bühne.

An diesem Freitag ist die Solinger Band „My Sweet Pain“ zu Gast. „Unser Sound ist die Symbiose unterschiedlicher Stile. Das Resultat sind harte, melodiöse Songs mit Leidenschaft und Energie“, werben die Musiker für sich. „Unsere Songs erzählen Geschichten aus dem Alltag mit einer Prise Melancholie.“ My Sweet Pain besteht aus dem Sänger und Gitarristen Marc Petschke, dem Gitarristen Klaus Hunfeld, Schlagzeuger Ulrich Kluge und Bassist Marcus Fritze. Anne Schenk und Benita Eckstein moderieren den Abend.