Quartiersarbeit: Eine neue Anlaufstelle im Stadtteil

Quartiersarbeit : Eine neue Anlaufstelle im Stadtteil

Quartiersbüro in Langerfeld wurde eröffnet. Zwei Quartiersmanagerinnen kümmern sich.

„Man kann über schlechte Nachrichten jammern. Oder für gute sorgen“, so stand es auf einem Plakat in den Räumen der Odoakerstraße 2 in Langerfeld, wo für die beste Nachricht des Tages gesorgt wurde. Denn hier soll ab 1. Januar 2019 das dreijährige Projekt „Gut und lange leben in Langerfeld“ starten. Das zukünftige Quartiersbüro soll dort entstehen, dafür hatte etwa die Stiftung Wohlfahrtpflege insgesamt 400 000 Euro zur Verfügung gestellt.

Das galt es jetzt zu feiern, und viele Langerfelder Bürger, darunter Margret Hahn, die Vorsitzende des Bürgervereins, und Eberhard Hasenclever, Bezirksbürgermeister, waren zum Langerfelder Markt gekommen, um sich über „ihr“ zukünftiges Quartiersbüro zu informieren.

Zur Begrüßung betonte Heike Ernsting, Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde, dass man sich zwar in erster Linie an die Menschen in Langerfeld und des Ehrenbergs richte, aber dass es da keine engen Grenzen gebe.

Viele Ziele will man erreichen und hofft dabei nicht nur auf die tatkräftige Arbeit von zwei Quartiersmanagern (mit je 30 Stunden Wochenarbeitszeit), sondern auch auf das ehrenamtliche Engagement der Frauen und Männer im Quartier.

Das Quartiersbüro umfasst zwei Räume, die noch ausgestaltet werden, und dort soll die Anlaufstelle für Probleme aller Art im östlichen Stadtteil entstehen.

„Langerfeld wird barrierearm, demenzfreundlich, engagiert, vernetzt und offen für Wünsche und Interessen der Bürgerinnen und Bürger“, heißt es in der Einladung zur Info-Veranstaltung.

Natürlich weiß man, dass mit den zur Verfügung stehenden Mitteln keine Wohnungen oder sonstige Einrichtungen „barrierearm“ gestaltet werden können. Man will Probleme deutlich machen und an die appellieren, die etwas ändern können. Was die Demenzfreundlichkeit angeht, will man, vom Quartiersbüro ausgehend, die Menschen für Mitbürger sensibilisieren, die im Anfangsstadium der Krankheit sind und durchaus noch ihr eigenes Leben frei bestimmt gestalten können, berichtete Anne Paweldyk, die Geschäftsführerin des Arbeitersamariterbundes Regionalverband Bergisch Land.

Dass Langerfeld mit 20,7 Prozent einen besonders hohen Anteil an älteren Menschen hat, von denen wiederum 28 Prozent 80 Jahre und älter sind, wurde durch die Studierenden der Fachhochschule festgestellt, wie Christine Vieweg, die Geschäftsführerin der Diakonischen Altenhilfe Wuppertal, anmerkte. Und hier gelte es besonders, deren Leben auch durch einen Ausbau des ÖPNV vor Ort altersgerechter zur gestalten.

Überhaupt wendet sich das Projekt in erster Linie an die Zielgruppe alter Menschen mit Bedarf an sozialer Teilhabe, akutem oder drohenden Pflegebedarf, aber auch an pflegende Angehörige und deren Sorgen.

„Wir haben gesehen, dass die Quartiersarbeit in anderen Stadtteilen sehr erfolgreich ist“, so Pastorin Heike Ernsting, und Anne Paweldyk vom Arbeiter-Samariterbund meinte zum neuen Treff und dessen Zielen in Langerfeld: „Wir schaffen das.“