„Eine Integration ist notwendig“

„Eine Integration ist notwendig“

Am WZ-Mobil ging es um die Entwürfe für den Wupperpark. Der Siegerentwurf mit viel Grün war nachträglich abgelehnt worden.

Nachdem die Döppersberg-Kommission über den Wupperpark abgestimmt hat, steht der Plan, den zweitplatzierten Entwurf zu übernehmen. Der bisherige Siegerentwurf wurde nachträglich abgelehnt. Als Begründung wurde unter anderem genannt, dass der Siegerentwurf mit viel Grün zu schön sei und die Gefahr berge, dass das Bild vor Ort von den Besuchern des Café Cosa geprägt werde.

Werner Lou erklärte am WZ-Mobil, dass er das Konzept mit den grünen Inseln insgesamt stimmig findet: „Allerdings sollte man die Außenfläche des Café Cosa zum Wupperufer hin bauen. Die Menschen treffen sich sowieso dort, wo sie auch jetzt sind.“ Der Bunker sei nicht so sein Ding, zumal die Fluchtmöglichkeiten dort sehr eingeschränkt seien. Er benötige eher offene Räume. „Manche Menschen haben eben mehr Angst, auch vor Menschen.“

Mario Liebe findet gut, dass das Café Cosa integriert wird: „Natürlich sind Eingang und Außenfläche zur B7 hin einfacher, aber warum macht man das nicht beidseitig?“ Es sei traurig, dass Menschen ausgegrenzt würden. Man solle alle mit in ein Boot nehmen, damit wäre beiden Seiten geholfen. Die Angliederung an den Wupperverlauf sei gut vorstellbar.

Anna Jedlinsky am WZ-Mobil

Walter Petersen begrüßt es, dass am Wupperufer überhaupt etwas gemacht wird: „Ich finde es auch besser und sinnvoller, dass die Außenfläche zur B7 entstehen soll.“ Ein Standort des Café Cosa in der Stadtmitte sei umstritten und wäre in Richtung Bahnhofsmission wesentlich günstiger. „Beim Bunker ist es wichtig, dass er als Veranstaltungsort auch genügend Notausgänge enthält.“

Anna Jedlinsky kann sich auch vorstellen, dass Eingänge und Außenflächen des Cafés auf beiden Seiten geplant werden: „Die Probleme, die dort erwartet werden, gibt es an vielen Orten in Wuppertal. Aber eine Integration ist absolut notwendig. Außerdem ist es ein tolles Konzept, dass endlich Plätze genutzt werden und etwas Schönes entsteht. Menschen, die etwas suchen, werden immer etwas finden.“

Klaus Elle findet, dass weniger manchmal mehr sein kann — gerade in Wuppertal: „Als Zwischenlösung hätte man auch eine Grünfläche und Skaterbahn machen können, bis Geld für das Riedel-Konzept dagewesen wäre.“ Ähnliche Probleme, was die Menschen des Café Cosa betreffe, gebe es etwa auch in Oberbarmen oder Vohwinkel. Es werde sich später herausstellen, ob die Lösung, die Außenfläche des Cafés zur B7 hin zu gestalten, die Richtige gewesen sei. „Bei schönem Wetter würde ich mich jedenfalls gerne einmal dazu setzen.“

Joachim Krug am WZ-Mobil

Für Jochen Zoerner-Erb ist die Idee, den Park dem Wupperverlauf nachzuempfinden, sehr gut. Er kenne zwar den Entwurf nicht im Detail, aber es lese sich alles sehr stimmig. „Auch das Café Cosa bleibt in seinem gewohnten Umfeld, und ich würde den Menschen dort gönnen, dass sie mehr Grün zu Gesicht bekommen, heißt: Die Außenfläche sollte eher zur Wupper hin gewandt sein. Sie sollten das gleiche Recht wie alle Menschen haben.“

Joachim Krug begrüßt die Idee und das Konzept und fände es gut, wenn das Café Cosa zwei Eingänge und zwei Außenflächen bekäme: „Man sollte diese Menschen nicht ausgrenzen und allen das gleiche Recht zubilligen.“ Mehr Grün und die Inseln dem Wupperverlauf anzugleichen, gefalle ihm sehr gut.

Manuel Suarez-Ruiz ist auch von den Plänen begeistert. Auch der Bau des Bunkers sei eine gute Idee, besonders für Veranstaltungen: „Das Konzept ist sehr gelungen, auch, dass das Café Cosa integriert ist. Es kommen bestimmt viele Leute dorthin, weil sie die Atmosphäre an der Wupper genießen wollen. Insofern wäre eine Außenfläche mit Eingängen zur B7 und zum Wupperufer die beste Lösung.“

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