Reisebericht: „Eine außergewöhnliche Perspektive“

Reisebericht : „Eine außergewöhnliche Perspektive“

Reiseblogger Marc Höttemann lernt Wuppertal kennen — und ist begeistert: „Wiederkommen lohnt sich.“

Wuppertal. Eine ehrliche Reiseerzählung, ein unverstelltes Erlebnis, ein subjektiver Bericht: „So wird die Glaubwürdigkeit bewahrt“, sagt Marc Höttemann (40), der seit 2010 ein virtuelles Tagebuch, einen Weblog, mit dem Titel „Ein Ostwestfale im Rheinland“ regelmäßig mit seinen Texten füllt. Er erzählt dort vom Bodensee, vom Heilbronner Land, Rügen — und bald auch von Wuppertal.

Marc Höttemann postete online Selfies von seiner Tour durch Wuppertal. Foto: Marc Höttemann

Denn am Wochenende wehte es den Reiseblogger ins Tal. Von Samstag bis Sonntag sollte er im Auftrag des Tourismusverbandes NRW das Bergische Städtedreieck unter die Lupe nehmen. Sein Fazit am Montagnachmittag war eindeutig.

Ein Selfie von der Nordbahntrasse. Foto: Marc Höttemann

Zoo, Schwebebahn und der Bahnhof: Das hatte Höttemann, der sonst als Bankkaufmann tätig ist, von Wuppertal erwartet. Was das Bergische Städtedreieck angeht, „waren meine Assoziationen begrenzt“, sagt er. Gute Voraussetzungen also, um den drei Kernkompetenzen des Blogs Folge zu leisten.

Natürlich besuchte er auch die Schwebebahn. Foto: Marc Höttemann

Und so musste erst einmal ein klassischer Reiseführer her, der dem 40-Jährigen den Weg durch die Großstadt im Grünen mit den beiden anliegenden Städten Solingen und Remscheid erleichterte. Vom Hotel an der Poststraße ging die Reise los. „Das Programm konnte ich mir selbst aussuchen“, sagt Höttemann, der mit Ehefrau Annegret und den Söhnen Luke und Liam angereist war.

Marc Höttemann in Wuppertal. Foto: Marc Höttemann

Eine Fahrt mit der Schwebebahn stand ganz oben auf der To-Do-Liste. Danach ging es durch die Elberfelder Innenstadt und von dort aus zum Müngstener Brückenpark. „Besonders meine Söhne waren von der Schwebebahn begeistert. Das ist eine außergewöhnliche Perspektive.“ Auch der ausgebaute Brückenpark und die Wanderung in Richtung Schloss Burg seien Höhepunkte des Ausflugs gewesen. Am Abend stand ein Besuch im Luisenviertel an. „Wir haben Burger gegessen und waren überrascht, dass so viel los war“, sagt Höttemann.

Am größten war die Begeisterung aber einen Tag später — beim Spaziergang auf der Nordbahntrasse: „Das war eine starke Aktion und mein persönlicher Höhepunkt“, lobt er. Dafür lohne es sich, wiederzukommen: „Allein, weil es viele Ecken gibt, die wir aus Zeitgründen nicht entdecken konnten. Wuppertal hat viel mehr zu bieten, als man denkt.“