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Ein wichtiger Tag im Leben

Ein wichtiger Tag im Leben

28. Ausbildungsbörse findet am 20. September in der Stadthalle statt.

Der 20. September könnte für viele junge Wuppertaler einer der wichtigsten in ihrem bisherigen Leben werden. Von 11 bis 18 Uhr findet in der historischen Stadthalle auf dem Johannisberg die 28. Ausbildungsbörse statt. 3500 Besucher werden erwartet, die Ausstellungsflächen auf denen sich alle großen Firmen der Region sowie die Kammern und Verbände, die städtischen Bildungs- und Beratungseinrichtungen, die Agentur für Arbeit, das Jobcenter und alle Wuppertaler Berufskollegs präsentieren, sind schon seit Wochen ausgebucht. In diesem Jahr richten der Stadtbetrieb Schulen, das Jobcenter Wuppertal, die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal und die Wirtschaftsförderung Wuppertal die Veranstaltung aus.

Die Westdeutsche Zeitung wird in den kommenden Wochen in einer Reihe vor Artikeln und Interviews auf die Ausbildungsbörse sowie über Themen rund um die Vermittlung und Suche von Ausbildungsplätzen berichten. Das Thema hat eine große Bedeutung für die bergische Wirtschaft, denn zum Ende eines jedes Ausbildungsjahres bleiben Jugendliche ohne Ausbildungsplatz und Unternehmen klagen über unbesetzte Stellen. Doch es ist kein unveränderbares Schicksal, das auf so manchen Topf kein passender Deckel gefunden wird. „Die Entwicklung bei der Ausbildung läuft im Bergischen leider der positiven Beschäftigungsentwicklung hinterher“, sagt Katja Heck, Geschäftsführerin im operativen Bereich der Arbeitsagentur Solingen-Wuppertal.

2017 blieben 234 Ausbildungsstellen unbesetzt. Dem standen 258 Jugendliche gegenüber, die keinen Ausbildungsplatz gefunden hatten sowie 258, die sich noch nicht festlegen wollten oder konnten und zur Überbrückung ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Auslandsaufenthalt einlegten oder ein Berufskolleg besuchten. „Den Jugendlichen, die jetzt vor der Berufswahl stehen, stehen so viele Möglichkeiten offen, dass vielen die Entscheidung sehr schwer fällt. Ich glaube, dass es daher wichtig ist, dass die Eltern diesen Prozess zwar nicht bestimmen, aber ihn begleiten“, so Katja Heck. Den Eltern der Kinder in diesem Alter macht sie Mut. Noch nie sei das System so durchlässig wie heute gewesen, die duale Ausbildung biete vielfältige Möglichkeiten. Auch den Arbeitnehmern macht sie Mut, zum Beispiel Schüler mit Fachhochschulreife und schlechten Noten im Abschlusszeugnis, eine Chance zu geben. Der Arbeitgeber werde bei einer Einstellung durch die Arbeitsagentur begleitet und unterstützt.