Ein Superstar singt für Oberbarmer Schüler

Ein Superstar singt für Oberbarmer Schüler

Tobias Regner eröffnete die Wupperfelder Festwoche. Programm bis Samstag.

Wupperfeld. Die Wupperfelder Festwochen scheinen ausgediente Kandidaten der RTL-Sendung „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) magisch anzuziehen: Vor zwei Jahren stand Daniel Küblböck auf der Bühne in der Alten Kirche Wupperfeld, am Dienstagabend eröffnete Tobias Regner die 4. Festwoche.

Doch die Zuschauermassen blieben aus: Den Superstar aus dem Jahr 2006 wollten lediglich 70 Besucher hören. Bei Küblböck waren es satte 500. Kein Wunder, dass sich Enttäuschung im Publikum breit machte. „Es ist eigentlich schade, dass nur so wenige gekommen sind“, fand etwa Studentin Carolin Kurzyna. Dabei hätte die Festwoche ihrer Meinung nach einen größeren Zuspruch verdient: „Ich finde es super-cool, dass große Namen hier für einen guten Zweck spielen“. Gleiches meinte auch Melanie Nast: Sie käme zu den Konzerten, weil damit Jugendliche aus Oberbarmen unterstützt würden. Der Erlös aus den Konzerten kommt seit dem Start der Festwoche dem Schülercafé und der Offene Tür Hügelstraße zu Gute. „Es ist uns wichtig, durch dieses Konzert auch den vielen Unterstützern etwas für ihr Geld anzubieten“, findet Einrichtungsleiter Holger Müller.

Pfarrer Harald Niemietz sieht die Betreuungseinrichtung, die vor 14 Jahren gegründet wurde, tief in der Gemeinde verwurzelt: „Das ist unser soziales Projekt“. Besonders in einem Stadtteil wie Oberbarmen sei die Einrichtung wichtig, findet der Theologe.

Tobias Regner schien sich in der Kirche nicht unwohl zu fühlen. Mit lockeren Sprüchen baute er das Image des Kumpel-Superstars zum Anfassen auf. Dabei klang in dem ersten Song, den er spielte, etwas Wehmut an: „Wir waren immer kurz unsterblich/für einen Augenblick“. Als Regner vor fünf Jahren im DSDS-Finale stand, saßen Millionen Zuschauer vor den Mattscheiben. Jetzt tourt der 28-Jährige durch Warburg, Siegburg und Wiesau. Dennoch fühlt sich Regner nach eigenem Bekunden in einer Aufbruchsstimmung: „Ich denke jeden Tag an mein neues Album.“

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