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Ein Silberstreif am Horizont des Arbeitsmarktes in Wuppertal

Befürchteter Anstieg der Arbeitslosenquote in Wuppertal im Februar ist ausgeblieben : Arbeitslose dürfen auf mehr Stellenangebote hoffen

Der für den Monat Februar typische Anstieg der Arbeitslosigkeit ist in diesem Jahr in Wuppertal ausgeblieben. Aktuell sind in Wuppertal 18 973 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 49 Personen oder 0,3 Prozent weniger als im Vormonat.

Die Arbeitslosenquote beträgt 10,3 Prozent. Vor einem Jahr - also vor Beginn der Corona-Pandemie - belief sie sich auf lediglich 8,7 Prozent. Im Februar 2021 meldeten sich 2 853 Personen neu oder erneut arbeitslos, 2 927 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Remscheid weist eine Arbeitslosenquote von 8,1 Prozent auf, Solingen kommt bei 241 Arbeitslosen weniger als im Januar auf 8,0 Prozent.

„Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist für einen Februar eher untypisch, und die Arbeitsmarktsituation ist immer noch deutlich kritischer als vor einem Jahr. Allerdings lässt der erhöhte Stellenzugang auf eine erste Frühjahrsbelebung hoffen“, sagt Martin Klebe, Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.

Im Februar 2021 gingen im Agenturbezirk insgesamt 189 Anzeigen auf konjunkturelle Kurzarbeit für 1 832 Personen ein, das sind 129 Anzeigen weniger als im Monat zuvor. Im Zeitraum von April 2020 bis Februar 2021 haben 4 325 Betriebe für 61 695 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im August 2020 haben in Wuppertal insgesamt 1 166 Betriebe für 11 538 Personen Kurzarbeitergeld beantragt. Der Arbeitsausfall für Personen in Kurzarbeit lag bei durchschnittlich 34,4 Prozent. Die Kurzarbeiter-Quote stellt den Anteil der Kurzarbeiter/innen an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung dar und betrug im August 9,1 Prozent.

Positiv entwickelt sich in Wuppertal das Angebot neuer Stellen (408) mit einem Plus von 115 gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr wurden allerdings seit Jahresbeginn 256 weniger neue Stellen gemeldet - auch das eine Folge der Pandemie.

Die wirtschaftliche Krise zeichnet sich inbesondere durch einen Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit aus. Aktuell sind 8 149 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 2 832 (plus 53,3 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 87,1 Prozent (7 094 Personen) in der Grundsicherung betreut. Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Auch hier ist ein deutlischer Unterschied für die Zeit vor und in der Corona-Krise erkennbar. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 30 646 Personen. Das sind zwar 165 Personen weniger als im Vormonat, aber 1 301 Menschen (plus 4,4 Prozent) mehr als vor einem Jahr. ab