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Ein Neonazi als Ordner — aber nur für acht Minuten

Ein Neonazi als Ordner — aber nur für acht Minuten

Public Viewing an der Stadthalle: Polizei erkannte 24-Jährigen.

Elberfeld. Es war ein toller Fußballabend: Am 9. Juni schlug Deutschland Portugal mit 1:0. Auch die 5000 Zuschauer beim Public Viewing im Stadthallengarten jubelten. Doch wie die Polizei feststellte, war unter den Ordnern ein polizeibekannter Neonazi (24) aus Wuppertal. Die Polizei informierte umgehend den Organisator. Laut Veranstalter Dennis Kessmeyer wurde der Neonazi vom Einsatzleiter der Securityfirma „direkt seiner Aufgabe entbunden“.

Laut Sparkasse — sie ist Hauptsponsor der Sparkassen EM Arena im Stadthallengarten — war der Mann kaum acht Minuten als Ordner im Einsatz. Bei der Überprüfung der Mitarbeiter seitens der Securityfirma habe es keine Hinweise auf Rechtsradikalismus gegeben, sonst wäre der 24-Jährige schon vor der Veranstaltung „aussortiert“ worden, sagte Kessmeyer. Bei der Sparkasse zeigt man sich zufrieden, dass die Polizei und der Veranstalter so gut und so schnell reagiert haben.

Noch eine gute Nachricht: Das Public Viewing am Sonntagabend — Deutschland spielt gegen Dänemark — findet natürlich wie gehabt im Stadthallengarten statt. Und für Sonntag ist sogar endlich besseres Wetter angesagt. spa