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Ein historischer Erfolg für den Wuppertaler SV

Zum Sieg des Wuppertaler SV im Niederrheinpokal : Historischer Erfolg

Das Erreichen des DFB-Pokals kann für den Regionalligsten die Chance sein, sich wieder stärker in der Stadt zu verankern. Der Scheinwerfer ist an, entscheidend aber, was daraus auch außerhalb des Spielfeldes gemacht wird.

14 Jahre ist es her, dass der Wuppertaler SV zuletzt im DFB-Pokal gespielt und damals mit der Partie gegen Bayern München, zu dem die Rot-Blauen mehr als 50 000 Wuppertaler nach Gelsenkirchen begleiteten, auch überregional für Beachtung gesorgt hat. Das allein macht den Erfolg, den die aktuelle WSV-Mannschaft am Samstag auf der Ebene darunter - im Niederrheinpokal - errungen hat, historisch. Die Anspannung war ungemein hoch. Dass die Spieler die Situation gemeistert haben, ist eine Auszeichnung für sie und die sportliche Leitung um Cheftrainer Björn Mehnert, der es geschafft hat, ihre Tugenden richtig einzusetzen. Nun bedeutet das Erreichen des DFB-Pokals eventuell nur ein Spiel, und genauso wie die Bayern oder Dortmund könnte für den WSV ein weniger attraktiver Zweitligist - sagen wir mal (sorry!) Aue - aus dem Lostopf gezogen werden. Das ist aber egal. Für den WSV gilt es ohnehin, sich für die Regionalliga und für die nächsten Jahre gut aufzustellen, und da kann der DFB-Pokal als Leuchtturm für die jetzige Führung ein Packende sein. Immer wieder wurde in der Vergangenheit in der Außendarstellung Porzellan zerschlagen. Und auch wenn Friedhelm Runge, für den der jetzige Erfolg - verdientermaßen - eine große Genugtuung ist, weil er sein Geld auf richtige Personen gesetzt hat - nicht müde wird, zu betonen, dass er allein es nicht richten kann und will: Es gehört eben auch eine richtige Ansprache dazu, sich wieder in Wuppertal zu verankern. Sollte der jetzige Erfolg dazu beitragen, wäre auch das historisch.