Kultur Ein Film wie ein „Schock“: Vorpremiere im Wuppertaler Rex-Filmtheater mit Daniel Rakete Siegel und Moschitto

Wuppertal · Ein Lebensretter wird Todesbringer.

Waren zur Vorpremiere ins  Rex gekommen: (v.l.): Denis Moschitto und Daniel Rakete Siegel.

Waren zur Vorpremiere ins  Rex gekommen: (v.l.): Denis Moschitto und Daniel Rakete Siegel.

Foto: Oelbermann Fotografie / Florian Schmidt

Ab dem 15. Februar ist er in den Kinos zu sehen: Im Rex-Filmtheater erlebte  „Schock“, inszeniert von Daniel Rakete Siegel und Denis Moschitto, nun seine Vorpremiere. Im Beisein beider, die gekommen waren, um mit  den Zuschauern ins Gespräch zu kommen. Im kriminellen Milieu, inmitten von Waffengewalt und dubiosen Gestalten bewegt sich der Arzt Bruno (Denis Moschitto). Er hält sich illegal in Kölns Unterwelt mit der Behandlung von Kriminellen, Prostituierten, Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht in Krankenhäuser gehen können, über Wasser. Moschitto spielt mit intensiver Traurigkeit und aufwühlend. Das Publikum wird direkt in das Geschehen geworfen, ohne große Erklärung. Direkt bei der Einstiegsszene zieht Bruno einer Prostituierten einen vereiterten Zahn.  Der Film ist sparsam mit Sprache und Dialogen, keine überschüssigen Worte und Expositionen, die Bilder sprechen für sich. Dass Bruno seine Approbation wegen Drogenmissbrauchs verlor, wird nur angedeutet und entgeht manchem Zuschauer.  Mit dunklen, tristen Einstellungen unterstreicht und spiegelt die Kameraführung das Innenleben des Protagonisten. „Er ist eine Figur zwischen Tag- und Nachtwelt“, skizziert Moschitto seine Figur.