Ein Fest für gelebte Inklusion

Wuppertal : Ein Fest für gelebte Inklusion

Am 3. Mai feiern vor dem Rathaus Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam.

Es soll ein Fest werden, das Barrieren abbaut. Eins, das zeigt, wie Inklusion gelebt werden kann. Und eins, „bei dem der Spaß nicht zu kurz kommen wird“, wie Petra Bömkes vom Beirat der Menschen mit Behinderung verspricht. Zum 14. Mal lädt dieser gemeinsam mit der Lebenshilfe und der Stadt am ersten Freitag im Mai zum Fest für Menschen mit und ohne Behinderung auf den Johannes-Rau-Platz ein. Von 12 bis 17 Uhr gibt es am 3. Mai Programm vor dem Rathaus in Barmen.

„Es ist ein Fest für alle“, kündigte Oberbürgermeister Andreas Mucke am Montag an. „Inklusion darf nicht als Worthülse gesehen werden, sondern soll gelebt werden.“ Wie das Motto der Veranstaltung deutlich mache, „müssen immer noch Barrieren abgebaut werden“.

Das fange schon im Alltag an, mit Kleinigkeiten, erläuterte Christel Longree vom Beirat der Menschen mit Behinderung. Wenn zum Beispiel bei Schriftstücken etwa bei Konferenzen nicht an Menschen mit Sehschwächen gedacht würde. Diese Barrieren zu überwinden, andere dafür zu sensibilisieren und sich gemeinsam zu engagieren, sei ein Ziel des Festes.

Mehr als 30 Vereine, Verbände, Selbsthilfegruppen, Einrichtungen und Behörden werden sich vor dem Rathaus präsentieren und über ihre Arbeit informieren. Es gibt ein inklusives Bühnenprogramm, viele Mitmachaktionen, sportliche Aktivitäten — unter anderem eine Abseilaktion vom Rathausgebäude — und Kulinarisches. Und es dürfte genug Zeit sein zum Verweilen und gegenseitigem Austausch, wie Longree und Bömkes ankündigen. Die Botschaft sei klar und deutlich: Schluss mit allem, was Teilhabe verhindert.

Ausstellung der Lebenshilfe ist im Lichthof des Rathauses zu sehen

Die Lebenshilfe, die Mitveranstalter ist, wird mit zwei Ständen vertreten sein. An einem Info-Stand beraten Lebenshilfe-Mitarbeiter über das Ambulant Betreute Wohnen. An einem weiteren Stand werden Seifen aus der Lebenshilfe-Werkstatt verkauft. Außerdem präsentierte der Lebenshilfe-Chor um 14 Uhr sein neues Lieder-Repertoire auf der Bühne.

Aktuell ist auch noch bis einschließlich Freitag  eine Ausstellung der Lebenshilfe, Proviel und den Troxler-Werkstätten im Lichthof des Rathauses zu sehen. „Gute Arbeit für Menschen mit Behinderung“ zeigt Fotos von Menschen mit geistiger, körperlicher oder psychischer Erkrankung bei der Arbeit, die voller Stolz, Einsatz und Freude ihren Arbeitsplatz zeigen. Troxler, Lebenshilfe und Proviel beschäftigen in Wuppertal rund 1650 Menschen mit Behinderung.

Mehr von Westdeutsche Zeitung