Ein Campus für das Quartier

Ein Campus für das Quartier

Das BOB-Büro wurde eröffnet. Auf dem Gelände des Bünger Textilwerks soll der BOB-Campus entstehen.

Wichlinghausen. „Ich bin gespannt, wie der neue Nachbarschaftsraum in Wichlinghausen ankommen wird — das Fest ist ein guter Anfang, dass im Stadtteil wieder mehr getan wird“, sagte Anwohnerin Monika Hönisch über die Eröffnung des des Projektbüros der „Urbanen Nachbarschaft BOB gGmbh“. Und auch Bernhard Maibach glaubt, dass die Aktion und der Raum Wichlinghausen beleben werden. Besser konnte es für die Verantwortlichen eigentlich nicht beginnen, als sich am Donnerstagnachmittag zahlreiche bekannte Wuppertaler Gesichter aus Kunst, Kultur, Politik sowie zahlreiche Anwohner einfanden und einen interessanten und kommunikativen Tag miteinander verbrachten.

Ziel ist es, in den kommenden Jahren in Kooperation mit der Stadt und Akteuren aus dem Stadtteil den sogenannten BOB-Campus zu entwickeln. Das Gelände des ehemaligen Bünger Textilwerks an der Wichlinghauser Straße soll mit Ideen, Planungen und Zukunftsvisionen „bespielt“ werden und als Ort für das Gemeinwohl und das Quartier — zum Wohnen, Arbeiten, Begegnen und Mitmachen sowie für Bildung und Qualifizierung — etabliert werden. Robert Ambrée, Projektmanager Gemeinwohl: „Wir wollen zeigen, dass ein neuer Akteur im Stadtteil ist, den Menschen durch unsere Aktion die Hemmschwelle nehmen und symbolisieren, dass wir uns mit der Nachbarschaft verbinden.“

Der Kooperationspartner „Oase“ hatte den Platz vor der Wichlinghauser Straße 31 zur Eröffnung zu einem Strand umfunktioniert, wo Liegestühle, Palmen und Sonnenschirme Wichlinghausen zum Urlaubsparadies werden ließen. „Das durch die blauen Planen angedeutete Meer soll neue Horizonte eröffnen und wir hoffen, mit dieser Aktion viele Menschen hierher zu locken“, so Ambrée. Der Nachbarschaftsraum, der in Kooperation mit dem Jobcenter saniert und freundlich und liebevoll eingerichtet worden ist, soll zudem für Workshops, Ausstellungen, Vereinssitzungen und kleine Veranstaltungen genutzt werden.

Auch Geschäftsführerin Johanna Debik ist mit dem neuen „Raum“ glücklich: „Ich freue mich jeden Tag, wenn ich die Wichlinghauser Straße hinauf gehe und bin froh, dass wir gleich loslegen und uns mit der Nachbarschaft verweben können.“