Ein Abend mit der Zeitung: 130 Jahre WZ in Wuppertal

Ein Abend mit der Zeitung: 130 Jahre WZ in Wuppertal

Im neuen Domizil an der Ohligsmühle in Wuppertal stimmten Geschäftsführung und Chefredaktion auf die Zukunft des Verlags ein.

Wuppertal. Die Westdeutsche Zeitung feiert ihr 130-jähriges Bestehen in Wuppertal. Und Wuppertal feiert mit. Nach vielen Veranstaltungen für Leser in der vergangenen Woche war am Dienstag der Abend von Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Angeführt vom neuen Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet (CDU), gab eine Vielzahl von Prominenten der WZ anm Dienstagabend die Ehre.

WZ-Geschäftsführer Kersten Köhler erinnerte in seiner Begrüßungsrede daran, dass das Herz der Westdeutschen Zeitung immer schon in Wuppertal schlägt. „Und auch für die Zukunft ist die WZ hier sehr gut aufgestellt“, sagte Köhler.

Die WZ in Wuppertal macht das nun an einer neuen Adresse. Redaktion und Verlag sind im August an die Ohligsmühle gezogen. Im modernen Bürohaus gegenüber der Schwebebahnstation sind etwa 100 Arbeitsplätze entstanden. Das Herz der Wuppertaler Medienlandschaft ist nach gut fünf Jahrzehnten ins Herz Wuppertals zurückgekehrt — in der Überzeugung, dass eine Lokalzeitung dorthin gehört, wo das Leben einer Stadt pulsiert. Die Rückkehr ins Zentrum ist auch eine Einladung der WZ an alle Wuppertaler zum Dialog über Wuppertal. Die ersten Wochen haben gezeigt, dass viele Menschen diese Einladung gern annehmen.

So war es auch in der vergangenen Woche, als die WZ ihre Leser ins Museum, auf den Sparkassenturm am Islandufer, ins Rex-Kino, zu Kaiserwagen- und Stadtrundfahrten sowie zum Konzert der Bergischen Musikschule in die neue Geschäftsstelle an der Ohligsmühle einlud.

Vor den geladenen Gästen betonte WZ-Chefredakteur Ulli Tückmantel angesichts kritischer Lagen rund um den Globus die Bedeutung einer unabhängigen Presselandschaft, zu der die Westdeutsche Zeitung gehört. Im Interview befragte er den Ministerpräsidenten zu Entwicklungen der Medienlandschaft und Wuppertaler Themen wie zum Beispiel dem Bausch-Zentrum, der Johannes-Rau-Bibliothek und der Junior Uni. „In einer Zeit weltweiter Krisen, die nicht mehr irgendwo weit weg stattfinden, sondern uns plötzlich nahe rücken, kommt es mehr denn je auf Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit an. Auf professionellen Journalismus, der eine Haltung hat, aber keine Stimmung macht“, so Tückmantel.

Dafür steht die WZ seit nun 130 Jahren in Barmen, Elberfeld, Cronenberg, Ronsdorf und Vohwinkel. Dafür steht sie in Wülfrath, Velbert und Sprockhövel. Diese Aufgabe in Zukunft bewältigen zu können, ist die Herausforderung in einer Welt im digitalen Wandel. Dass es die gute, alte WZ längst als E-Paper und im Internet unter wz.de gibt und dass die Lokalredaktion täglich eine Nachrichtensendung für den WZ-Facebook-Kanal produziert, sind Zeichen dafür, dass es die Zeitung auch in der Medienlandschaft von morgen geben wird — gedruckt, digital. Auf allen Kanälen.

Der gestrige Abend war ein Beweis dafür, dass die neuen Räume nicht nur bestens für die Redaktionsarbeit geeignet sind, sondern dass sich dort auch Gäste wohlfühlen. Noch lange nach dem offiziellen Teil wurden Gespräche geführt, Kontakte gepflegt und Meinungen ausgetauscht.

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