Ehemaliger CDU-Chef Udo Hackländer tritt aus der Partei aus

Ehemaliger CDU-Chef Udo Hackländer tritt aus der Partei aus

Ex-Kreisvorsitzender fühlt sich im Stich gelassen.

Wuppertal. Personeller Paukenschlag bei der Wuppertaler CDU: Der ehemalige Kreisvorsitzende der Partei, Ex-Bürgermeister und Ex-Beigeordneter für Schutz und Ordnung, Udo Hackländer, ist aus der Partei ausgetreten. Gegenüber der WZ begründete er seinen Schritt damit, dass er sich insbesondere von der Parteispitze im Stich gelassen fühle.

CDU-Chef Jürgen Hardt sagte gestern: "Die Wuppertaler CDU hat Udo Hackländer stets fair behandelt." Er respektiere, aber bedauere die Entscheidung. Hardt: "Ich hätte mir gewünscht, dass er als ehemaliger Kreisvorsitzender Mitglied der Wuppertaler CDU geblieben wäre."

Ob Hackländers Rückzug aus der Union mit privaten Problemen zusammenhängt, ist unklar. Der 53-Jährige bestätigte gestern, dass er zahlungsunfähig ist. Anfang dieses Monats hat er am Amtsgericht die private Insolvenz beantragt. Ein Treuhänder soll jetzt das Vermögen des ehemaligen Polizeidirektors verwalten. Wie Hackländer bestätigt, haben ihn diverse Immobiliengeschäfte in die Pleite getrieben. Zur Höhe seiner Verbindlichkeiten will er nichts sagen.

Während seiner Zeit bei der Polizei genoss Hackländer einen exzellenten Ruf, der über Wuppertals Grenzen hinaus reichte. Er wurde CDU-Kreisvorsitzender und im Jahr 2000 Beigeordneter für Schutz und Ordnung. In dieser Zeit fiel er durch eine Alkoholfahrt auf, musste seinen Führerschein abgeben und trat als CDU-Chef zurück. In der Folge kam Udo Hackländer auch für eine Wiederwahl als Beigeordneter nicht mehr in Frage. Ende Juni dieses Jahres lief seine Amtszeit aus.

Hackländer bestätigte gestern, dass er dadurch weniger Geld zur Verfügung habe. Dass habe seine finanzielle Situation aber lediglich weiter verschärft. Seine Nicht-Wiederwahl sei nicht der Grund für die Privatinsolvenz.

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