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Durchstich am Wall: Bald ist der Bach-Kanal komplett

Durchstich am Wall: Bald ist der Bach-Kanal komplett

Die Arbeiten für den Anschluss des Mirker Bachs an den Wuppersammler liegen im Zeitplan. Das Flussbett ist jetzt untertunnelt.

Elberfeld. Etappensieg an der Wupper: Mit dem Tunneldurchstich am Wall sind die Vortriebsarbeiten für den künftigen Verbindungskanal zwischen dem Mirker Bach und dem Wuppersammler in Höhe der B 7 seit Dienstag offiziell beendet. Was am Dienstag gemeinsam mit Nachbarn und Mitarbeitern des Tiefbau-Unternehmens Epping gefeiert wurde, dürfte die Elberfelder Geschäftsleute zumindest etwas aufatmen lassen: Die Baustelle — geschätzte Kosten: etwa 3,5 Millionen Euro — liegt im Zeitplan und wird aller Voraussicht nach wie vorgesehen im Sommer verschwunden sein, berichtet Udo Lauersdorf von den Wuppertaler Stadtwerken.

Bis dahin bleibt aber noch eine Menge zu tun: Nach dem Abtransport des schweren Bohrgeräts aus der Bergegrube am Wall müssen verlegte Hausanschlüsse wieder in ihre alte Position gebracht werden. Während sich das Bohrgerät von der Startgrube an der B 7 aus unter Tage bis zum Wall vorgearbeitet hat, wurde gleich hinter der Maschine die eigentliche Kanalleitung nachgeschoben. Sie muss in den kommenden Wochen noch an den Wuppersammler sowie den unterirdisch geführten Mirker Bach angeschlossen werden.

Danach funktioniert der Kanal wie eine Umleitungsstrecke: Strömt stark verschmutztes und damit klärpflichtiges Bachwasser durch den Wall, wird es nicht länger in die Wupper geleitet, sondern durch den neuen Kanal direkt dem Wuppersammler und damit dem Klärwerk Buchenhofen zugeführt. Über die Aktivierung des Verbindungskanals entscheidet eine elektronische Sonde, die den Verschmutzungsgrad des Bachwassers misst. Sauberes Wasser fließt nach wie vor in den Stadtfluss.

Die neue „Umleitung“ führt in gut 2,50 Tiefe unter der Wupper hindurch, durchquert den Untergrund des Sparkassenparkhauses und endet in gut 16 Meter Tiefe an der B 7 am Übergang zum Wuppersammler. Gut 430 Kubikmeter Stein und Erdreich wurden auf der 110 Meter langen Vortriebsstrecke abgebaut — und das ohne Zwischenfälle.