Durchbruch am Döppersberg

Durchbruch am Döppersberg

Stadt und Investor haben sich auf einen Vertrag über den Kauf des Grundstücks für das Geschäftshaus geeinigt.

Wuppertal. Die Stadt und der Investor Signature Capital haben sich auf die Vertragsmodalitäten für den Bau eines Geschäftshauses auf dem Döppersberg geeignet. Offiziell werden die Parteien und die Öffentlichkeit erst heute informiert, aber alles deutet darauf hin, dass der Rat der Stadt in seiner Februar-Sitzung über den Vertragsabschluss mit dem irischen Investor und damit der Ansiedlung der Modekette Primark als Ankermieter abstimmen wird.

Auf Anfrage der WZ äußerten die Fraktionsvorsitzenden Klaus-Jürgen Reese (SPD) und Michael Müller (CDU) keinen Zweifel daran, dass die Verhandlungen zur Einigung in allen strittigen Punkten geführt haben. Vor allem über den Preis für das Grundstück, auf dem das fünfstöckige Geschäftshaus bis Ende 2017 gebaut werden soll, wurde diskutiert. „Ich finde es sehr positiv, dass es eine Verständigung zwischen Stadt und Investor gibt, das Projekt zu realisieren“, sagt Reese. „Es sind zuletzt nur noch Kleinigkeiten zu klären gewesen“, sagt Müller.

Über den Kaufpreis ist bisher nichts bekannt. Ein Geldsegen ist allerdings für die Stadt Wuppertal ohnehin nicht zu erwarten. Ein großer Teil des Erlöses für das Baugrundstück dürfte an das Land Nordrhein-Westfalen gehen, das mit seinen Fördermitteln in Höhe von 65 Millionen Euro den Umbau des Döppersbergs erst ermöglicht hat. Daher saß das Land bei der Ermittlung des Kaufpreises auch mit am Verhandlungstisch. Und Ansprüche darf offensichtlich auch die Bahn AG anmelden.

Für die Stadt Wuppertal ist es wichtig, dass mit dem Abschluss des Vertrages für das privat finanzierte Geschäftshaus die letzte große Hürde zum neuen Döppersberg aus dem Weg geräumt ist. Jetzt können die Arbeiten zur Tieferlegung der B 7 mit dem Bau der Tiefgarage des Geschäftshauses verzahnt werden.

Details zum privaten Investitionsvorhaben will die Stadt am Montag bekanntgeben. Neben Oberbürgermeister Peter Jung werden der Geschäftsführer von Signature Capital, Timo Herzberg, und die Architekten von Chapman Taylor über die Pläne informieren. Eine 360-Grad-Ansicht des neuen Döppersberg gibt es mittlerweile im Netz.

Mehr von Westdeutsche Zeitung