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Donum Vitae will junge Mütter in Wuppertal unterstützen

Gut für Wuppertal : Donum Vitae will junge Mütter unterstützen

Der Verein sammelt für seine Arbeit Spenden auf der Plattform Gut für Wuppertal. Das Geld soll vor allem für Hygieneprodukte und Hilfsmittel für die werdenden Mütter genutzt werden.

Die erste Zeit mit einem Neugeborenen ist immer anstrengend. Manche Mütter stehen jedoch vor einer besonderen Herausforderung – etwa, weil sie sehr jung sind, gerade erst nach Deutschland gekommen sind oder traumatische Situationen hinter sich haben. Die Beratungsstellen von Donum Vitae kümmern sich um diese Frauen. Oft jedoch fehlen die finanziellen Mittel für diese Unterstützung. Deshalb sammelt Donum Vitae Wuppertal auf Gut für Wuppertal Spenden.

Die Begleitung beginnt bereits vor der Geburt. „Oft sind junge Frauen eher unsanft in der Schwangerschaft gelandet. Wir helfen ihnen dann, Kontakt zu dem ungeborenen Kind aufzunehmen“, erklärt Hebamme Alice Bruchhaus-Peter. So soll die wichtige Bindung zwischen Mutter und Kind von Anfang an gestärkt werden. Im Moment müssen sich die Schwangeren dafür allerdings auf einer Decke auf den Boden legen. „Besser wäre jedoch eine medizinische Liege“, sagt die Hebamme. Manchmal sind es auch ganz einfache, grundlegende Dinge, die fehlen. So erlebte sie etwa eine Familie, die aufgrund von Sprachproblemen nicht wusste, dass sie die Kompresse am Nabel des Neugeborenen regelmäßig wechseln muss. „Da wäre es gut, wenn man auf einen Vorrat von Kompressen und Desinfektionsmittel zurückgreifen könnte. In so einer Situation kann ich ja nicht auf ein Rezept vom Kinderarzt warten“, schildert Alice Bruchhaus-Peter den Alltag. Immer wieder gebe es viel Erklärungsbedarf, aber auch ganz grundlegende Dinge wie Babydecken oder Kleidung fehlen.

Ein weiterer Punkt sind Geburtsvorbereitungskurse speziell für jugendliche Schwangere. Sie benötigen eine andere Ansprache und Betreuung als ältere Mütter. „Dafür wäre ein Geburtenatlas mit Bildern zur Veranschaulichung toll“, sagt die Hebamme. Außerdem betreuen die Hebammen von Donum Vitae manchmal auch Familien, die Unterstützung über die von der Krankenkasse oder den Frühen Hilfen finanzierte hinaus nötig haben. So melden sich manche Mütter etwa im Zuge der Ernährungsumstellung nach dem Stillen oder in der „Fremdelphase“ und suchen Rat. Manche brauchen auch einfach zwei oder drei Hausbesuche nach den von der Krankenkasse erlaubten acht Wochen und kommen danach mit der niederschwelligen Unterstützung durch Mutter-Kind-Gruppen oder ehrenamtliche Helferinnen klar. Um einen weiteren Besuch der Hebamme in der Familie zu ermöglichen, sind jedoch zusätzliche Spenden nötig.