Döppersberg: Sicherheitskonzept in Arbeit

Döppersberg: Sicherheitskonzept in Arbeit

FDP-Anfrage in der Ratssitzung. Oberbürgermeister Mucke will ein Konzept vorstellen.

Der Döppersberg wird nach und nach fertig — und während die Plätze und Wege immer mehr frequentiert werden, fehlt es noch immer an einem Sicherheitskonzept für das neue Tor zur Stadt. Die FDP-Fraktion im Rat wird deswegen eine Große Anfrage in die kommende Ratssitzung einbringen. „Überall dort, wo sich viele Menschen treffen, muss die Sicherheit derer gewährleistet werden, die solche Plätze nutzen“, schreibt Alexander Schmidt, Fraktionsvorsitzender der FDP im Rat.

Er fragt nach dem Sicherheitskonzept für den Döppersberg, nach der Einbindung von Bahn, FOC, WSW und ESW und nach einer Null-Toleranz-Strategie gegenüber Dealern und Drogenkonsumenten. Eine Antwort gibt es noch nicht im Ratsinformationssystem. Aber Oberbürgermeister Andreas Mucke sagt, er habe das Thema schon im Frühjahr im Verwaltungsvorstand aufgegriffen und dem Ordnungsdezernenten und dem Ordnungsamtsleiter den Auftrag erteilt, ein Sauberkeits- und Sicherheitskonzept zu erstellen. Ziel sei ein gesamtstädisches Konzept, das auch, aber eben nicht nur, den Döppersberg mit einschließe, so Mucke.

Grundlage für die Analyse der Situation am Döppersberg sei ein Papier von 2013, in dem bauliche Maßnahmen zur Prävention im Bezug auf Sicherheit- und Sicherheitsgefühle behandelt wurden. Jetzt werde geprüft, was abgearbeitet worden ist, was nicht, was noch passieren müsse.

Mucke will das Konzept vorstellen, bevor der obere Bahnhofsplatz eröffnet wird. Es soll vermieden werden, dass dort — ohne ein belebtes Bahnhofsgebäude — unkontrollierte Nutzung stattfinde, damit „keine toten Ecken“ entstünden.

Das will auch die Polizei vermeiden, die Teil des Sicherheitskonzepts würde. Die sagt, man müsse jetzt die Dynamik im Blick haben, wo sich Gruppen sammeln und Szenen zusammenkommen. Das bisherige Sicherheitskonzept könne darauf reagieren.

Mucke betont aber, dass er nichts hält von einer Null-Toleranz-Politik gegenüber der Szene, die sich am Döppersberg oder Café Cosa trifft. Es gebe „null Toleranz gegenüber Kriminalität“, darüber hinaus möchte er weiter präventiv statt repressiv auf die Szene reagieren.

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