Ditib: Mit dem Kita-Bau soll es losgehen

Ditib: Mit dem Kita-Bau soll es losgehen

Die Gemeinde hält an den Plänen für ein neues Zentrum mit Moschee an der Gathe fest.

Elberfeld. Ziemlich ruhig ist es zuletzt um die Moscheepläne der Ditib-Gemeinde an der Gathe geworden. Die Planungen liegen aber nicht auf Eis, sagt Ersin Özcan, Vorsitzender der Wuppertaler Gemeinde und NRW-Landesvorsitzender der Ditib. Der Bau soll bekanntlich über Spenden finanziert werden. Die fließen auch, sagt Özcan. Deshalb wolle man „bald“ starten, um nicht die Glaubwürdigkeit innerhalb der Gemeinde zu verlieren. Was genau „bald“ heißt, da bleibt Özcan allerdings noch vorsichtig. Dieses Jahr wolle die Ditib aber auf jeden Fall etwas konkretes zum Zeitplan sagen.

Fest steht, dass die Gemeinde mit dem Bau der Kindertagesstätte beginnen will. Die Kita ist einer der Bausteine des Gemeindezentrums, zu dem außerdem ein Seniorenheim, ein Studentenwohnheim und eben eine Moschee gehören. Details stünden allerdings nicht fest, da die Grundstücksfrage noch nicht abschließend geklärt sei. Darüber liefen Gespräche, auch mit dem Autonomen Zentrum, das dann direkt neben dem neuen Gemeindezentrum liegen würde. Eine nicht ganz optimale Nachbarschaftssituation, wie auch die Stadt erkannt hatte.

Die Kita werde von einem noch zu gründenden Verein getragen. Ursprünglich war eine zweisprachige Einrichtung geplant. Davon sei man aber weg, erklärt Özcan. „Sie wird auf jeden Fall deutschsprachig.“ Man lebe schließlich in Deutschland.

Allerdings dürfte auch das Veto der Stadt eine Rolle gespielt haben. Sozialdezernent Stefan Kühn hatte im Gespräch mit der WZ durchblicken lassen, dass die Verwaltung keine zweisprachige Kita haben wolle und erst recht keine Ditib-Kita. Özcan betont, dass es ein ganz normaler Kindergarten werden solle.

Einfluss nehmen könne die Stadt dadurch, so Kühn, dass der Betreiber einer Kita immer ein anerkannter Jugendhilfeträger sein muss. Der noch zu gründende Verein der Ditib müsse sich über einen Zeitraum von zwei Jahren erst einmal bewähren, die Stadt habe ein Auge drauf. Das sei ein ganz normaler Vorgang und zum Beispiel auch bei Elterninitiativen, die sich neu gründen, üblich, erklärt der Sozialdezernent. est

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