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Die Wuppertalbewegung berichtet über den Fortgang der Arbeiten an der Schwarzbachtrasse.

Wuppertal : Die Schwellen kommen endlich weg

Die Wuppertalbewegung lädt Mitglieder und Bürger ein, um über die Arbeiten an der Schwarzbachtrasse zu berichten.

. Was steht an im kommenden Jahr? Wie geht es mit den Projekten der Wuppertalbewegung 2019 weiter? Diese Fragen und weitere besprechen Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Wuppertalbewegung, und seine Vorstandskollegen mit den Mitgliedern am Donnerstag, 13. Dezember, bei der Jahreshauptversammlung. Beginn ist um 19 Uhr in der Pauluskirche, Pauluskirchstraße 8.

Eine positive Nachricht konnte Gerhardt schon vorab verkünden: Die alten Schwellen der Schwarzbachtrasse, die über Monate an der Olgastraße und der Grundstraße lagen, kommen endlich weg. Die AWG hat den Job übernommen, für den eigentlich die Firma zuständig war, die die Schwellen auch ausgebaut hatte. Mit der befindet sich die Wuppertalbewegung mittlerweile aber im Rechtsstreit. Denn das Unternehmen aus Baden-Württemberg hatte immer wieder Fristen nicht eingehalten und trotz Beteuerungen — auch gegenüber der WZ — die Schwellen nicht abtransportiert, sondern nur die alten Gleise. Die lassen sich aber auch als Altmetall zu Geld machen. Mehrfach hatten sich Anwohner beschwert. Zuletzt meldete sich noch eine WZ-Leserin in der Redaktion und mahnte an, dass die Reste der Schwellen längst hätten beseitigt werden müssen. Kritik, die auch die Wuppertalbewegung traf, obwohl der Verein eigentlich nichts dafür konnte.

„Deshalb haben wir den Auftrag selbst ausgeschrieben“, erklärt Gerhardt. Die AWG erhielt den Zuschlag und schritt dann auch zügig zur Tat. Ein bisschen werden die Arbeiten noch dauern, da die Brennöfen, die sich auf solchen Sondermüll spezialisiert haben, derzeit nicht so viele Kapazitäten frei haben. Die Kosten, so Gerhardt, hoffe man aber, über Regressansprüche wieder reinzuholen. Insgesamt ein ärgerlicher Vorgang für den Verein. Dass das Unternehmen aus Baden-Württemberg offenbar auch bei anderen Projekten ähnlich vorging, wie Gerhardt mittlerweile weiß, dürfte auch kein Trost sein. Zumal die Wuppertalbewegung gut beschäftigt ist, was die Schwarzbachtrasse angeht.

Kalender-Verlosung
für WZ-Leser

Denn aktuell läuft die neue Ausschreibung. Die erste vor ein paar Wochen hätte kein zufriedenstellendes Ergebnis gebracht, sagt Gerhardt. Es geht um fünf sogenannte Lose, im Prinzip Aufträge. Als drei größte Posten stehen die Brücken- und Hangsanierung sowie der Wegebau an. Dafür, so Gerhardt, gab es aber keine Angebote im Preisrahmen der Wuppertalbewegung. Der Vereinsvorsitzende sieht das gelassen. „Ich bedauere nicht, dass wir keinen Generalunternehmer gefunden haben.“ Stattdessen suche man jetzt leistungsstarke mittelständische Unternehmen für die einzelnen Lose. Das mache auch die Ausschreibung einfacher, so Gerhardt. Die große Ausschreibung habe nämlich gut 600 Seiten umfasst, dazu noch einmal soviel Anhänge.

Verzögerungen werde es durch die Neuausschreibung nicht geben, beteuert Gerhardt. Die Vorarbeiten seien zum Großteil schon abgeschlossen. Demnächst stünden noch einmal Rodungsarbeiten an. Dazu werde man rechtzeitig aber noch an die Öffentlichkeit gehen, kündigt Gerhardt an — wohl wissend, dass Baumfällungen immer ein großes Diskussionsthema in Wuppertal sind. Am Rande des neuen Rad- und Fußweges seien sie aber notwendig.

Was genau auf und an der Schwarzbachtrasse im kommenden Jahr passieren wird, will Gerhardt am Donnerstag vorstellen. Anfang 2020, so der Plan, soll die Verbindung Langerfelds zur Nordbahntrasse dann eröffnet werden. Gut 3,6 Millionen Euro werden investiert. 90 Prozent davon übernimmt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die restlichen zehn Prozent bringt die Wuppertalbewegung – auch mit Unterstützung von Sponsoren – auf.

Dazu passend hat die Wuppertalbewegung für ihre Mitglieder auch erstmals einen Schwarzbachtrassen-Kalender im Angebot, der bei der Versammlung verteilt wird. Historische und aktuelle Ansichten der Bahnstrecke sind darauf zu sehen.