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Die Stadt plant, den Bestand durch Schnurbäume zu ersetzen.

Politik : Erhalt der Bäume wird noch einmal geprüft

Der Rat diskutierte fast eine Stunde über den Von-der-Heydt-Platz.

Die Bäume auf dem Von-der-Heydt-Platz beschäftigten den Rat am Montag sehr lange. Die Verwaltung plant, alle Bäume durch neue zu ersetzen, weil einige krank sind. Es gibt aber Widerstand, auch die vier gesunden Bäume in der Platzmitte zu entfernen. Ergebnis der Ratssitzung ist, dass die Verwaltung noch einmal prüft, ob diese Bäume erhalten werden können.

Thomas Kring (SPD) warb darum, die „Dynamik der Innenstadt-Entwicklung“ nicht zu stoppen. Bernd Sander (Linke) wehrte sich gegen die Androhung von Mehrkosten für Umplanungen: Mehrkosten habe es auch beim Wupperpark Ost und auch beim Döppersberg gegeben.

Michael Müller (CDU) erklärte, dass lange nur von erkrankten Robinien die Rede gewesen sei. Erst jetzt habe er erfahren, dass die vier Bäume auf dem Platz völlig gesund seien. „Ich kann nicht nachvollziehen, dass die Verwaltung nicht sieht, das muss politisch diskutiert werden.“ Alexander Schmidt (FDP) plädierte für den Vorschlag der Verwaltung, die vier Bäume durch sechs neue zu ersetzen. Die Verwaltung habe erklärt, warum das nötig sei.

Klaus Lüdemann (Grüne) erklärte, sie wollten eine Prüfung anderer Möglichkeiten. Er habe zum Beispiel nicht verstanden, warum der Höhenunterschied im Platz den Erhalt der Bäume verhindere. Denn der betrage nicht 70 Zentimeter, wie die Verwaltung sage. Er habe auf einer Seite 28 Zentimeter gemessen, auf der anderen Seite zehn Zentimeter.

Baudezernent Frank Meyer stellte schließlich fest, dass es an diesem Tag wohl keine Mehrheit für die Fällung der Bäume gebe. Er versprach, die geforderten Informationen zu liefern, damit in Bezirksvertretung und Stadtentwicklungsausschuss diskutiert werden kann. Es sei zu schade, wenn aus der Umgestaltung des Platzes nichts würde. kati