Die Party zum Theatersommer

Die Party zum Theatersommer

An der Öhder Straße in Langerfeld eröffnete das Leo Theater mit einer großen Feier die nächste Spielzeit. Eine Bühnenpause gibt es im Sommer nicht.

Wuppertal. Badewanne, Gummiente und geheuchelte Höflichkeiten — Herr Müller-Lüdenscheidt und Herr Doktor Klöbner gehören ebenso zur Fernsehgeschichte wie die Lottofee. Und weil ganz Deutschland die Loriot-Männchen kennt, wartete das Publikum am Sonntag beim Sommerfest im Leo Theater gebannt auf den einen Moment: Die beiden Herren würden sich aus der Wanne erheben müssen, um sich drohend in die Augen zu blicken. Und so hatten die Schauspieler Matthias Rausch und Marc Gruss die Lacher auf ihrer Seite, als sie sich im fleischfarbenen Slip erhoben.

„Immer mal wieder“ stünden Loriots Sketche auf dem Plan, sagt Racine Tewes und macht damit neugierig auf die Sommerspielzeit, die am Freitag mit der Premiere von „Kinder, Krisen, Gästezimmer“ in den Ring gestiegen war. Seit zwei Jahren geschieht das auf der Bühne an der Öhder Straße.

Ein paar Gäste mehr hätten dem Sommerfest gut zu Gesicht gestanden, aber, so Tewes, die Leute seien verunsichert gewesen durch Nachrichten von einem drohenden Unwetter.

Eleanore und Felicitas hatten sich nicht abschrecken lassen und ernteten sogleich die Belohnung bei der Tombola: doppelter Gewinn, so wie es sich für Zwillinge gehört. Im Anschluss ging es für die beiden Mädchen zum Apfeltauchen. Nicht leicht, allein mit dem Mund einen Apfel zu erwischen, der im Wasser dümpelt. Die Schwester Cordelia findet den Dreh — man muss die Frucht beim Stiel packen.

Vorbei am Imbiss vor dem Haus und Kunsthandwerkständen im Foyer ging es hinauf in den großen Saal mit der Bühne. Den Besuchern standen dort die Bretter für einen kleinen Auftritt zur Verfügung. „Die Frauen trauen sich nicht“, sagt Julia Marie Ruhl, die Kamera im Anschlag. Dabei ist die Aufgabe sehr einfach: Zuerst das Kostüm der Wahl finden, dann auf die Bühne steigen für ein Erinnerungsfoto. Männer hätten beim Fest schon reichlich Modell gestanden, erzählt Ruhl — als Piraten, Richter oder Polizisten. Da gingen nun mal Männerträume in Erfüllung.

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