Die Orgel brillierte im "Edelstein" der Kantorei

Die Orgel brillierte im "Edelstein" der Kantorei

Das Benefizkonzert zur Erhaltung der Karl-Schuke-Orgel in der Immanuelskirche zeigte die hohe Qualität des Instrumentes.

Wuppertal. Zum Jubiläum der 25. Orgelmatinee veranstaltete die Kantorei Barmen Gemarke ein Benefizkonzert zur Erhaltung der Karl- Schuke-Orgel. Wolfgang Kläsener, künstlerischen Leiter der Wuppertaler Orgeltage und des Orchesters der Bergischen Universität, brillierte an der Orgel und wurde während des virtuosen Klassik-Programms begleitet vom 1. Solo-Trompeter der Essener Philharmoniker, Jörg Lopper.

Die 1967 gebaute Orgel wurde seinerzeit so konzipiert, dass Musik aus jeder Epoche auf ihr zeitgemäß wiedergegeben werden kann. Nach 14-jähriger Restaura-tionszeit der Immanuelskirche, die Wolfgang Fehl, Vorsitzender des Trägervereins, nach der Matinee den angereisten Vertretern der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, in seinem Vortrag vorstellte, bekam auch die Orgel eine Runderneuerung.

Nach der aufwändigen Reinigung der Pfeifen und Werke wurde eine neue Setzer-Anlage zur Speicherung von Registrierungen eingebaut, die mittels moderner Technik eine Programmierungsabfrage ermöglicht. Die Pedaltürme, das Hauptwerk, sowie Positiv, Schwell- und Brustwerk wurden aufgearbeitet.

Die Qualität der Orgel wurde bei den Werken von Jean Langlais und Jean Riviers "Aria" für Trompete und Orgel eindrucksvoll dokumentiert. Kläsener und Lopper harmonierten auch bei ihren Vorträgen Händels und Nerudas, die bei den Zuhörern großen Beifall erhielten.

"Da die Immanuelskirche nicht denkbar ohne ihre Karl- Schuke-Orgel ist und ohne Ihre Spenden hätte abgegeben werden müssen, möchte ich mich bedanken", würdigte Kläsener das Engagement der Kirchenbesucher.

Gleichzeitig sprach er auch die Sorgen und das Potenzial des Stadtteils an: Man habe mit diesem Konzertraum einen Edelstein, der der Leuchtturm der Kantorei sei.

Daher beabsichtige man die Gründung eines Kinderchores mit Kindern aus den umliegenden Grund- und weiterführenden Schulen, erklärte Kläsener. Dies würde das Motto und den Zweck der vierteljährlich stattfindenden Matinees sicher zusätzlich bereichern.

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