Die Nordbahntrasse ist eine Baustelle

Die Nordbahntrasse ist eine Baustelle

Wer den neuen Weg nutzt, macht das auf eigene Gefahr.

Wuppertal. In gut zwei Monaten soll das Werk vollbracht sein. Am 19. Dezember eröffnen die Stadt und der Verein Wuppertal Bewegung die Nordbahntrasse, die neue Verkehrsachse von West nach Ost und umgekehrt.

Wie notwendig und nützlich dieser Weg ist, zeigen heute schon jeden Tag die vielen Nutzer. Dabei ist die Trasse offiziell noch eine Baustelle. „Wer sie nutzt, macht das auf eigene Gefahr“, sagt Martina Eckermann von der Stadtverwaltung.

Ihr Hinweis ist wichtig für alle, die auf der Trasse zu Schaden kommen — wie die Frau, die in der vorigen Woche auf dem Radweg stürzte. Sie war nach eigenen Angaben mit ihrem Rad auf einem Wasserschlauch ausgerutscht.

Der Schlauch ist mittlerweile verschwunden, deshalb sucht sie Zeugen für den Unfall. Allzu viel nutzen dürften dem Unfallopfer mögliche Zeugen aber nicht. Denn für ihren Unfall ist nach Aussagen der Stadt niemand verantwortlich zu machen außer dem Opfer selbst.

Diese Sachlage ändert sich erst mit dem 19. Dezember beziehungsweise mit der Umwidmung der Trasse zur Straße. Darüber muss der Stadtrat bestenfalls noch vor dem 19. Dezember abstimmen. Das bestätigt auch Lutz Eßrich von der Wuppertal Bewegung. „Wann genau das geschieht, wissen wir noch nicht. Aber wir gehen davon aus, dass es um den 19. Dezember herum so weit sein wird.“

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Stadt mit ihren derzeit noch mehr als 20 Baustellen bis zu diesem Termin fertig wird.

Danach ist die Trasse eine normale Verkehrsstraße, auf der die üblichen Gesetze gelten. Auch wer sich ab dann um die Sauberkeit und Sicherheit kümmert, ist laut Martina Eckermann bereits geregelt. Demnach ist die Wuppertal Bewegung mit ihrer Trassen GmbH für Wartung und Reinigung des Weges zuständig, während das städtische Ordnungsamt mit der Polizei darüber wacht, dass die Regeln eingehalten werden.

„Über den Räumdienst im Winter müssen allerdings noch Gespräche geführt werden, sagt Martina Eckermann. Die städtische Abfallwirtschafts-Gesellschaft (AWG) habe Bereitschaft bekundet, beim Räumdienst zu helfen.

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