Die neue Schwebebahn fährt hellblau in die Zukunft

Die neue Schwebebahn fährt hellblau in die Zukunft

Babyblau außen, Farbvielfalt drinnen - so soll die nächste Schwebebahn-Generation aussehen. Am heutigen Freitag haben die WSW das Design präsentiert.

Wuppertal. Die Passagiere der Schwebebahn werden in Zukunft in 31 hellblauen und im Innenraum variabel gestalteten Wagen unterwegs sein. Wie die Wuppertaler Stadtwerke und das Berliner Design-Unternehmen büro+staubach am Freitag berichteten, sollen die Wagen innen wahlweise mit roten, grünen und gelben Farbbändern versehen werden: So bieten die Böden und die Sitzreihen dann jeweils eine andere Optik — bei stets baugleichen Wagen.

Dem Design ging eine gut zweijährige Planung voraus, bei der die Optik der 31 neuen Wagen — sie kosten 122 Millionen Euro — bis ins letzte Detail mit ihren technischen Anforderungen abgestimmt werden musste. Während die Technik nach wie vor „in Arbeit“ ist, steht nun also das Design innen und außen fest.

„Das ist nicht das Blau unserer Linienbusse“, erklärt Ulrich Jaeger, Geschäftsführer der WSW mobil GmbH, mit Blick auf die Farbgebung. „Es ist heller.“ Die Entscheidung habe man sich „nicht leicht gemacht“ und auch mit Anregungen aus Diskussionsforen verbunden. Mit dieser Lösung bleibe man dem Erscheinungsbild der WSW-Fahrzeugflotte und auch der Unternehmensfarbe treu.

Als „Hingucker“ wird es vier markante rote Streifen an den Fahrzeugseiten geben, während die Frontpartie der Wagen technisch bedingt schräg nach vorne verlagert wurde.

Auch die nächste Wagen-Generation wird Werbung tragen, fügt Jaeger hinzu. Wie genau, sei derzeit aber noch offen. „Die Fenster werden aber auf jeden Fall nicht beklebt.“ Das Design wurde bereits dem Aufsichtsrat der Stadtwerke und der Stadtspitze vorgestellt.

Offen ist ebenfalls noch, ob ein Wagen der aktuellen Baureihe so umgerüstet werden kann, dass er — wie der Kaiserwagen — auch nach der Umstellung des Betriebssystems einsatzbereit bleibt, damit Nostalgiker auf ihre Kosten kommen. „Wir arbeiten daran“, sagt Jaeger, „können uns aber erst 2015 festlegen.“ Ein Kriterium ist der Zustand des Wagenkastens, und auch die Umstellung der Technik gehe beim „Retro-Wagen“ ins Geld. Mit dem Design weise man den Weg in die Zukunft: „Jede Zeit hat ihre Form- und Farbensprache.“

Die Innengestaltung der Wagen — sie stellen wir auf unserer Bilder-Seite 22 vor — wird bewusst variabel gehalten, wie Professor Nils Krüger vom Berliner Designbüro berichtet: Unabhängig von den drei Leitfarben Rot, Gelb und Grün sind die Wagen durch ihre großen Fenster und breiteren Übergänge auch innen heller und offener gestaltet.