Die Nacht der Nächte: Wuppertal feiert das neue Jahr

Die Nacht der Nächte: Wuppertal feiert das neue Jahr

Apollo21, Bar Celona, Börse und Villa Media — von schick bis rustikal, von Schlager bis Rock, so feierte das Tal: Eine kleine Auswahl.

Wuppertal. „We will rock you!“, was Queen verspricht, hat die Bar Celona in der Silvesternacht gehalten. Oder besser: Die 140 Gäste, die schon um 22 Uhr das Café-Restaurant in eine Party-Location verwandelten. „Vor zwei Wochen war die Veranstaltung schon ausverkauft“, sagt Sebastian Grotelüschen, geschäftsführender Gesellschafter.

Auf die Stammgäste des Hauses ist eben Verlass. „Viele kommen seit Jahren, wissen die gute Mischung zu schätzen“, so Grotelüschen. Die stimmte in allen Bereichen: beim riesigen kalt-warmen Buffet mit zwölf verschiedenen Desserts, dem Alter der Gäste und natürlich den 17 Mitarbeitern. Denn das Team war wie immer Teil der Feier.

„Eine super Party“, bestätigt Gast Silke Keller. „Besser als in vielen Diskos.“ Highlight des Abends: DJ Saxophonic. Nicht nur, dass sein Musikmix für eine bis 3 Uhr morgens rappelvolle Tanzfläche sorgte, er griff auch noch selbst zum Instrument. „Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt, die Atmosphäre ist toll“, sagt Stammgast Charly. Mit 65 Euro kein ganz preiswerter Abend — aber dafür auch „all in“.

Eine echte Gala gab’s im Tal natürlich auch: Die Villa Media hatte zur Schlagernacht geladen - mehr als 130 Gäste feierten mit. Weiß gedeckte Tische, Mehr-Gänge-Menü, Showprogramm und eigenes Feuerwerk — die Event Location machte ihrem Ruf alle Ehre.

Zwischen den Gängen standen Kristof Stößel und sein Team aus Sängern und Schauspielern auf der Bühne, performten live zu bekannten Schlagermelodien von Howard Carpendale bis Wencke Myhre. Polonaisen durch die Tischreihen, Flirten mit den Gästen — das Publikum war begeistert, klatschte und sang mit. In sechs Showblöcken hauchten die Künstler „ti amo“ ins Mikrofon, forderten „für mich soll’s rote Rosen regnen“ oder „aber bitte mit Sahne“. Mal im Petticoat, mal im Abendkleid. Schlager pur.

„Wir verzichten bewusst auf Schnickschnack und bieten einfach eine gute, günstige Party“, sagt Börse-Geschäftsführerin Petra Lückerath. Acht Euro an der Abendkasse, etwa 600 Karten waren vorab verkauft. „Silvester mit Freunden“ lautete das Motto, los ging es um 22 Uhr. Wenige Minuten später war kein Durchkommen mehr auf der Tanzfläche des Roten Salons. „Wir haben die Ü40-Party extra dazu genommen, damit wir für jedes Alter etwas anbieten“, so Lückerath.

80er Jahre Rock, die Gäste leger in Jeans und T-Shirt bei der Fortsetzung des legendären „Wackeltreffs“. „Ich hab keine Lust, woanders zu feiern“, sagt Verena Jörges, seit Jahren treue Börsengängerin.

Während die älteren Semester dort ins neue Jahr rockten, war für jüngeres Partyvolk das Apollo21 angesagt. In glitzernden Kleidchen oder dem „kleinen Schwarzen“ eine schicke Party, passend zum Ambiente. Der Dresscode? „Smart und sexy“, erklären die Veranstalter Ralf Derkum und Frank Eisenbach lachend ihr Party-Konzept. Hübsche junge Damen servierten Fingerfood, ein Sushi-Buffet war in den knapp 30 Euro Eintritt inklusive. Rund 700 Party-People tanzten zu Charts und „black music“ ins neue Jahr.

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