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Die Millionen-Mauer vom Kiesberg-Tunnel

Die Millionen-Mauer vom Kiesberg-Tunnel

Dauerbaustelle Richtung Sonnborn: Die Arbeiten zur Sicherung der Stützwand am Westportal ziehen sich bis ins nächste Jahr.

Wuppertal. Was lange währt, wird endlich zu Naturstein: Auf diese Formel ließe sich die Dauerbaustelle auf der südwestlichen Seite des Kiesbergtunnels bringen. Gut acht Jahre ist es nunmehr her, dass der Beton der baufälligen Stützwand mit schwerem Gerät abgefräst wurde, um zu verhindern, dass sich schwere Stücke daraus lösen und auf die Straße fallen.

Danach passierte jahrelang erstmal gar nichts: Die Diskussionen konzentrierten sich auf eine notwendige Totalsanierung des Kiesbergtunnels an sich — und das für mindestens gut 30 Millionen Euro. Jetzt geht zumindest die Sanierung der einst feuchten Stützwand in die letzte Phase: Betoniert wird die monumentale Außenwand in einem besonderen Erscheinungsbild, wie der Landesbetrieb Straßen auf Nachfrage berichtet. Und das wird sich noch bis ins nächste Jahr hinziehen.

Im Frühjahr 2011 wurde die abgefräste Stützwand wieder zur Baustelle: Zunächst wurden mehr als 15 Meter lange Nägel in den Fels getrieben, um das Baufeld zu verankern (die WZ berichtete).

Kalkuliert wurde seinerzeit mit gut einem Jahr Bauzeit und Baukosten von etwa 2,7 Millionen Euro — alleine für die Wand. Ob der Kostenrahmen zu halten ist, konnte man beim Landesbetrieb am Dienstag noch nicht sagen.

Fakt ist: Bei einer Vollsperrung des Kiesbergtunnels — sie wurde in den vergangenen Jahren immer wieder befürchtet und wird unter anderem auch von der Stadt Wuppertal seitdem vehement abgelehnt — wäre die unter großem Aufwand sanierte Stützwand ein Millionengrab.

Und dazu noch eines in Naturstein-Optik: Bei den abschließenden Betonarbeiten kommen Matrizen zum Einsatz, die die Außenhülle wie Mauerwerk aussehen lassen. Die ersten dieser Betonfelder — mit dem Abdruck der Hohlformen — sind bereits fertig.