Die meisten achten auf die Sauberkeit

Die meisten achten auf die Sauberkeit

WZ-Mitarbeiterin Celine Padtberg hat sich am Wochenende auf der Hardt umgesehen.

Hardt. Celia Wagner ist Studentin an der Bergischen Universität Wuppertal und hat vor kurzem ein Projekt ins Leben gerufen: Auf der Hardt hat sie eine interaktive Mülltonne aufgestellt, um zu schauen, ob das im Kampf gegen eine Vermüllung öffentlicher Grünanlagen helfen kann. Durch Vandalismus war die von ihr aufgestellte Tonne nur einen Tag später schon wieder kaputt. Die WZ wollte wissen, wie es nach einem Wochenende auf der Hardt aussieht und kann sagen: Im Großen und Ganzen scheint die Anlage dabei sauber gehalten zu werden.

Hier und da liegt ein Bonbonpapier auf dem Boden, schlimmer sind aber die vielen Glassplitter, die auf dem Boden liegen, bergen sie doch eine erhöhte Verletzungsgefahr für Mensch und Tier. Denn auf der Hardt sind auch viele Besucher mit ihren Vierbeinern unterwegs. So wie eine Frau, die sich mit Annette vorstellt, ihren vollständigen Namen aber nicht in der Zeitung lesen will. Sie geht nach eigenen Angaben häufiger in der Grünanlage spazieren und sagt: „Ich habe den Eindruck, dass viele auf die Sauberkeit achten. Aber manche Jugendliche, die sich beweisen wollen, schmeißen den Müll in die Gegend.“

Ein anderer Spaziergänger verweist auf die Gruppe Hardteinander, einer Gruppe Jugendlicher, die sich vor Jahren zusammengetan hat, um die Vermüllung der Hardt zu verhindern. Die Arbeit der Gruppe ist in den Köpfen der Besucher präsent, doch allein können auch sie nichts gegen den Müll ausrichten.

Celia Wagner, selbst Mitglied von Hardteinander, sagt: „Auf der unteren Wiese wird der Müll oft einfach liegengelassen. Und die Mülleimer im oberen Bereich sind nicht nur total überfüllt, sondern auch selber unschön und dreckig.“ Tatsächlich sind einige der Mülleimer voll. Obendrauf stehen leere Weinflaschen, dazwischen stecken Chipstüten.

Trotzdem sind die meisten Besucher an diesem Wochenende mit der Sauberkeit zufrieden, sagen aber auch, dass es auch anders aussehen kann. Vor allem nach wärmeren Tagen ließen viele Menschen ihren Müll überall liegen. Zumindest dieser Eindruck bestätigt sich an diesem Wochenende nicht. Dafür beschäftigt die Gäste die Natur. Ein Vater erklärt etwa seinen beiden Söhnen, dass nur noch die Bäume mit tiefen Wurzeln ans Wasser kommen. Die Wiese und einiger der Blätter an den Bäumen werden bereits gelb-braun, da sie aufgrund der extremen Hitze vertrocknen.

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