Die Laichsaison in der Wupper hat begonnen

Die Laichsaison in der Wupper hat begonnen

Schon fünf Lachse und 30 Forellen wurden gesichtet. Sie kehren in die Heimat zurück.

Wenn im Herbst die Temperaturen sinken, kehren Lachse und Meerforellen aus der Nordsee über den Rhein in die Nebenflüsse zum Laichen zurück, dorthin, wo sie selbst als Jungfische groß geworden sind. Und so kommen auch einige in die Wupper zurück.

Elmar Weber und Helmut Wuttke vom Bergischen Fischerei-Verein (BFV) freuen sich über die ersten gesichteten Laichgruben, etwa in Wuppertal-Barmen, und die bereits Ende Oktober bei der Befischung registrierten fünf Lachse und 30 Meerforellen.

„Dass auch empfindliche Fischarten wieder in der Wupper leben und laichen, ist das Ergebnis jahrzehntelanger Arbeit“, sagt Susanne Fischer vom Wupperverband. Bereits seit den 1990er Jahren ziehen die Mitglieder des BFV Jungfische im Bruthaus auf und setzen sie im Frühjahr in die Wupper und Nebenflüsse aus. „Einige Jahre wachsen die Fische in ihrem Heimatfluss heran und machen sich dann auf den langen Weg ins Meer, um drei bis vier Jahre später zum Laichen wieder in ihre ehemalige Kinderstube zurückzukehren“, erklärt Fischer.

Die Voraussetzungen für die Rückkehr der Wanderfische in die Wupper seien in den letzten Jahren immer besser geworden. Etwa auch, weil die Wupper im Stadtgebiet bereits auf 8,5 Kilometern renaturiert worden ist. Bis 2025 sollen es 15 Kilometer sein.

Schon die Kartierung der Laichgruben in der vergangenen Saison habe gute Nachrichten gebracht: 501 Gruben wurden in Wupper und Dhünn gefunden, mit einem Schwerpunkt im Stadtzentrum. Red

Mehr von Westdeutsche Zeitung