„Die Junior Uni ist eine hervorragende Idee“

„Die Junior Uni ist eine hervorragende Idee“

Dass die anerkannte Einrichtung Wirklichkeit wurde, ist auch ein Erfolg des Fördervereins.

Heute ist die Junior Uni eine weithin anerkannte Einrichtung. 2008 war sie nur eine Idee. Dass sie Wirklichkeit wurde und sich bis heute weiterentwickelt, ist auch ein Erfolg des Fördervereins, in dem sich Bürger, Unternehmen und Organisationen aus Wuppertal, Solingen und Remscheid für die Unterstützung der Junior Uni einsetzen. Der Verein feiert am Samstag seinen zehnten Geburtstag. Peter Vaupel, ehemaliger Vorstandschef der Stadtsparkasse und Vorsitzender des Fördervereins, weiß noch genau: „Es war der 14. April, 15 Uhr, im 16. Stockwerk des Sparkassenturms.“

Foto: U. Schinkel

14 Personen gründeten den Verein der Freunde und Förderer der Wuppertaler Kinder- und Jugenduniversität für das Bergische Land e. V. „Wir waren alle überzeugt, dass die Junior Uni eine hervorragende Idee ist“, sagt Vaupel. Bis heute fasziniert ihn, wie der Funke der Wissenschaft bei Kindern und Jugendlichen überspringt. Auch Peter Krämer, Steuerberater und Vereins-Schatzmeister, sagt: „Ich war sofort begeistert, als Professor Ziegler mich ansprach.“ Bei seinen Buchhaltungs-Kursen an der Junior Uni freut er sich, wie Jugendliche unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Schulformen zusammenarbeiten. Krämer erklärt die wichtige Rolle des Fördervereins: Er ist neben der Jackstädt-Stiftung und der E/D/E-Stiftung Gesellschafter der gemeinnützigen GmbH, die die Junior Uni betreibt: „Dadurch sind die einzelnen Vereinsmitglieder mittelbar Gesellschafter der Junior Uni. Je mehr Mitglieder wir finden, desto größer wird die Verankerung der Junior Uni in der Gesellschaft.“ Diese reicht heute sehr weit: Über 1000 Mitglieder zählt der Verein. „Das ist schon sehr besonders“, sagt Jochen Braun, Ressortleiter Bauen und Wohnen bei der Stadt und Schriftführer des Vereins. Als er vor vier Jahren gefragt wurde, ob er mitmacht, „habe ich sofort Ja gesagt.“ Ihn begeistert die Idee, Kindern außerhalb von Schule Lernmöglichkeiten zu eröffnen, zudem sei die Junior Uni „ein weiteres Projekt, bei dem aus dem Nichts etwas ganz Großes entsteht“.

Gela Preisfeld, Professorin für Zoologie und Biologie-Didaktik an der Universität sowie stellvertretende Vereinsvorsitzende, gehört zu den Dozenten der ersten Stunde. Vermittelt hat sie ihr Kollege Prof. Burckhard Mönter, der das ursprüngliche pädagogische Konzept der Junior Uni entwickelt hat. „Er suchte speziell Kursleiter aus der Uni, die bereit waren, ihr Wissen an die Kinder zu bringen. Damit hatte er mich schnell überzeugt“, sagt Gela Preisfeld. Das Angebot der Junior Uni sei „von ungemein hohem Wert für die kognitive Entwicklung“ der jungen Studierenden. Mitglieder des Fördervereins sind viele Eltern von Junior Uni-Studenten, große und kleine Firmen sowie Einzelpersonen. Bisher hat der Förderverein pro Jahr 200 000 Euro an Spenden und Sponsorengeldern zusammengebracht. Das will er auch künftig schaffen und freut sich über Mitstreiter. Den Vereinsgeburtstag feiern die Mitglieder am Wochenende. Geschenke gibt es aber nicht für den Verein, sondern für die Junior Uni, die im Dezember zehn Jahre alt wird: „Wir werden ihr einen kleinen Roboter zum Geschenk machen“, kündigt Peter Vaupel an.

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