Die EU lebt in Wuppertal

Meinung : Die EU lebt in Wuppertal

Die hohe Wahlbeteiligung zeigt, dass die Wuppertaler die EU und die Wahl des Parlaments ernst nehmen.

Fast 60 Prozent Wahlbeteiligung für die EU-Wahl in Wuppertal – darauf kann man stolz sein. Denn zuletzt hatte es gerade mal für 48,1 (2014) und 39 Prozent (2009) gereicht.

Gut so. Denn einerseits zeugt das davon, dass die Bürger hier die EU und die Wahl des Parlaments ernst nehmen. Zum anderen zeigt der Verlauf der Zahlen, dass diese Einsicht mit den Jahren größer wird. In Wuppertal hat die EU keinen Bedeutungsverlust zu befürchten. Das Gegenteil ist der Fall.

Ob das auch mit der Seilbahn-Abstimmung zu tun hat, ist ungewiss. Aber jedenfalls zeugt eine hohe Wahlbeteiligung bei der Bürgerbefragung davon, dass die Menschen sich für relevante Fragen auf lokaler wie kontinentaler Ebene interessieren, ganz unabhängig vom Ergebnis.

Dass die letzten Kommunalwahlen nur 45 Prozent der Wuppertaler lockten, sollte für die Parteien vor Ort Ansporn sein, auch die Relevanz der lokalen Politik nochmal zu verdeutlichen.

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