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Die Diakonie will eine neue Zentrale bauen

Die Diakonie will eine neue Zentrale bauen

Für den Neubau an der Deweerthstraße sind rund drei Millionen Euro vorgesehen. Gebäude und Tiefgarage sollen 2020 fertig sein.

Elberfeld. 2000 Menschen arbeiten für die Diakonie Wuppertal. Ob in der Kinder- und Jugendhilfe, in Kitas, in der Altenhilfe oder in der sozialen Teilhabe — der evangelische Träger engagiert sich in vielen Bereichen. Da die Diakonie in den vergangenen zehn Jahren stark gewachsen ist, wird die Verwaltungszentrale an der Deweerthstraße im Zentrum Elberfelds zu klein. Deshalb plant die Diakonie einen Neubau direkt neben dem alten Gebäude.

„Wir haben schon Wohnungen in den umliegenden Häusern angemietet, weil wir zu wenig Platz haben“, erzählt Diakonie-Direktor Martin Hamburger. In den Büros des schmucklosen Altbaus drängeln sich die mehr als 100 Verwaltungsmitarbeiter. Die Altenhilfe ist gerade ausgezogen, weil der Platz einfach nicht mehr reichte. Lange hat die Diakonie nach einem bezahlbaren weiteren Gebäude gesucht; jetzt hat sie sich für einen Neubau entschieden.

Dafür hat sie den Parkplatz direkt neben dem Diakoniehaus gekauft. Gut 2000 Quadratmeter Fläche stehen dort zur Verfügung. „Das ist sogar historisch kirchliches Gelände. Dort war bis 1943 die niederländisch-reformierte Kirche“, erzählt Hamburger. Die Planungen sind noch ganz am Anfang. Sobald die Architekten vom Duisburger Büro Düster Projektplanung erste Entwürfe fertig haben, will Hamburger auch das Gespräch mit den Nachbarn suchen.

Martin Hamburger über die Neubauplände der Diakonie

Fest steht schon jetzt, dass das neue Gebäude eine Tiefgarage bekommen soll. Rund 37 Stellplätze sind dort für die Mitarbeiter der Diakonie vorgesehen. Der längliche Gebäuderiegel soll im rechten Winkel zum Altbau direkt an der Deweerthstraße errichtet werden. Dazwischen ist ein offener Hof geplant, zum Neuenteich hin eine gut 700 Quadratmeter große Spielfläche. Denn im Erdgeschoss soll ein Kindergarten mit drei Gruppen Platz finden. Ob das Gebäude an der Nagelstraße um die Ecke geführt wird, müssen die Verantwortlichen noch entscheiden. „Dort stehen alte Garagen, die teilweise der Diakonie gehören, teilweise aber auch nicht“, erklärt Hamburger. Für ihn ist es vor allem wichtig, dass der Neubau schlicht und funktionell, aber hell gehalten wird. „Wir wollen in Menschen investieren, nicht in Steine.“

Über den Kindergarten sollen zwei oder drei Geschosse mit Büros kommen. Eigentumswohnungen wie im bisherigen Diakonie-Haus soll es dort nicht geben. Rund 1100 Quadratmeter Bürofläche inklusive Sozialräumen für 50 bis 60 Mitarbeiter erhofft sich Hamburger von dem Neubau. Spätestens nach den Sommerferien soll der Bauantrag eingereicht werden. Im Frühjahr 2019, so hofft Hamburger, könnten dann die Bagger anrollen: „Wir wollen 2020 fertig sein und die Kita eröffnen.“ Der Diakonie-Chef rechnet mit Kosten von rund drei Millionen Euro. Wobei das nur eine ungefähre Schätzung ist, denn die Details, auch zur Bodenbeschaffenheit, stehen noch aus. Doch schon jetzt freuen sich die Mitarbeiter auf moderne Büros und eine gemeinsame Zentrale am Stammplatz.