Die Börse aus der Sicht des Kulturdezernenten

Die Börse aus der Sicht des Kulturdezernenten

Herr Nocke, wie viel Geld bekommt die Börse im Jahr?Matthias Nocke: Die Börse erhält einen Zuschuss in Höhe von 183.650 Euro im Jahr, der monatlich ausgezahlt wird. Der wird aber nicht aus dem Kulturetat, sondern aus dem Sozialhaushalt gezahlt.

Wie sehen Sie die Entwicklung der Börse?

Nocke: Sie hat als soziokulturelles Zentrum angefangen, das war eines der ersten in der Republik. Heute kümmert sich die Börse eher um Kultur — mit dem Schwerpunkt Beteiligungskultur für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Migrationshintergrund. Ich nenne nur den Kulturrucksack und das Tanzprojekt „Move it“, in dem Jugendliche ans Tanzen herangeführt werden. Hier ist für afrikanische Hochzeiten ebenso Platz wie für Abi-Finanzierungsfeten.

Wie stehen Sie zum Disco-Programm?
Nocke:
Das Abzappelprogramm, das bei der Gründung noch verpönt war, ist zum festen Bestandteil geworden. Und der Poetry Slam läuft auch absolut gut.

Kann die Börse an ihrem 40. Geburtstag beruhigt nach vorn blicken?
Nocke:
Die nähere Zukunft ist gesichert. Die Börse ist ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens in der Stadt. Man kann die Entwicklung der Jugendkultur an den 40 Jahren Börse ziemlich genau ablesen. Sie zeigt wie ein Spiegel, welche Vorlieben und Nachfragen es in der Jugend gerade gibt.

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