Wuppertaler Stadtbibliothek: Drei Fragen an . . . „Die Arbeit in der Bibliothek ist ein Potpourri“

Wuppertal · Jan Berger, Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste bei der Stadtbibliothek.

Jan Berger ist Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste bei der Stadtbibliothek.

Jan Berger ist Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste bei der Stadtbibliothek.

Foto: gg/Medienzentrum Stadt Wuppertal

Hier stellt sich Jan Berger vor.

Wer bin ich?

Mein Name ist Jan Berger. Ich bin 30 Jahre alt und seit beinahe elf Jahren arbeite ich bei der Stadtbibliothek. Drei Jahre davon habe ich als Auszubildender für den Beruf „Fachangestellter für Medien und Informationsdienste“ (FaMi) verbracht. Im März 2023 schloss ich zudem den Zertifikatkurs „Xperten für das Lesen“ der Technischen Hochschule Köln ab. Seit ungefähr 2016 arbeite ich vor allem in den Stadtteilbibliotheken. Am längsten arbeite ich in der Stadtteilbibliothek Uellendahl.

Das ist eine ganz besondere Bibliothek, denn die ist gemeinsam mit einem Schwimmbad in einem Gebäude. Momentan bin ich auch viel in der Stadtteilbibliothek Barmen und springe dort ein, wo gerade Bedarf ist. Ich kümmere mich in den Stadtteilbibliotheken um den Kundenservice und die Veranstaltungen, unter anderem für Schulklassen und Kindergartengruppen. Die Vermittlung von Medienkompetenz und Leseförderung sind mir dabei besonders wichtig.

Warum arbeite ich in der Stadtbibliothek?

Es ist nicht so, dass ich schon immer FaMI werden wollte. Um ehrlich zu sein, wusste ich sehr lange nicht, dass dieser Beruf so heißt. Ursprünglich wollte ich in einer Buchhandlung arbeiten. Ich war bereits als Aushilfe tätig. Im Zuge dessen stieß ich dann auf Ausbildungen, die denen in einer Buchhandlung ähneln. Eine davon war die Ausbildung zum FaMI, auf die Stelle habe ich mich dann beworben. Ich entdeckte als FaMI meinen besonderen Bezug zu Medien und deren Entwicklung. Mit Medien meine ich nicht nur das Internet, Fernsehen oder Radio, sondern auch Bücher, DVDs, CDs, Videospiele und vieles mehr. Da geht die Entwicklung immer schneller. Man schaue nur auf Virtual Reality, Künstliche Intelligenz, 3D-Druck oder Augmented Reality. Es ist spannend, diesen Wandel zu verfolgen und unseren Kundinnen und Kunden diese Veränderungen näherzubringen.

Was mache ich in der Stadtbibliothek?

Ich höre es sehr oft: „Ich wusste gar nicht, dass es so was in der Bibliothek gibt!“ Das Angebot der Stadtbibliothek umfasst viel mehr als Bücher auszuleihen und es wächst immer weiter. Die Arbeit in der Bibliothek ist dadurch sehr abwechslungsreich. Leseförderung und die Vermittlung von Medienkompetenz habe ich ja schon genannt als wichtige Aufgaben von mir. Uns besuchen regelmäßig Gruppen aus Schulen, Kindergärten oder anderen Einrichtungen. Sie kommen, um Geschichten vorgelesen zu bekommen, aber auch um sich mit digitalen Medien auseinanderzusetzen. Ich betreue zum Beispiel auch Veranstaltungen, bei denen die Kinder kleine Roboter bauen und über Tablets programmieren. Es gibt auch Nachmittage, an denen sie auf Konsolen mit anderen spielen können. Und dann ist da noch die zweimal im Jahr stattfindende Veranstaltung „Großechsen und Gewölbe“, bei denen Jugendliche und Erwachsene „Pen & Paper“-Rollenspiele in der Bibliothek ausprobieren können. Die Arbeit in der Bibliothek ist ein Potpourri, bestehend aus der Beschäftigung mit Neuen Medien, der Begegnung mit den verschiedensten Menschen und der Umsetzung von spannenden Angeboten. Das ist es, was ich an meiner Arbeit liebe.

(Red)