Deutsche Bank warnt bei Neujahrsempfang in Wuppertal vor Krisencocktail

Finanzen : Neujahrsempfang: Deutsche Bank warnt vor einem Krisencocktail

Das Geldinstitut blickt in der Stadthalle auf ein „bewegtes Jahr“.

550 Gäste und Kunden folgten der Einladung der Deutschen Bank Wuppertal zum traditionellen Neujahrsempfang in der Stadthalle. Begrüßt wurden die Besucher aus dem Bergischen Land, Hagen und Südwestfalen von Ralf Ehser, Sprecher der Geschäftsleitung Deutsche Bank Wuppertal, und Karl von Rohr, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bank AG. Das Grußwort sprach Oberbürgermeister Andreas Mucke.

In seiner Begrüßungsrede sprach Ralf Ehser von einem „bewegten Jahr“ für die Deutsche Bank. „Wir waren häufiger Gesprächsthema, als wir erwartet haben. Dabei ist oft in Vergessenheit geraten, wie es tatsächlich um die Deutsche Bank steht: Denn nach den Aufräumarbeiten der vergangenen Jahre hat unsere Bank nun ein solides Fundament, auf das wir aufbauen können und werden, um wieder zu wachsen“, sagte Ehser.

Nach den Worten von Ehser entwickelt sich die Deutsche Bank im Bergischen Land weiterhin positiv. „Wir wollen in diesem Jahr 50 Prozent mehr Auszubildende in unser Region einstellen und auch die Zahl der Trainee-Plätze erhöhen. Im Rahmen unserer Kooperation mit der Schumpeter School der Bergischen Universität haben wir das wichtige Thema Nachfolgeplanung in den Unternehmen in einem Workshop näher beleuchtet.“ Gleichzeitig mache sich die Bank weiterhin stark für Start-ups und unterstütze junge Unternehmen in der Gründungs- und Aufbauphase.

„Trotz aller Schlagzeilen: Die Deutsche Bank ist sehr robust aufgestellt, und wir sind mit unserem Umbau auf einem sehr guten Weg“, sagte anschließend Karl von Rohr, der Stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bank. Er prophezeite ein „spannendes Jahr 2019“, denn der Index für globale Unsicherheiten schlage derzeit kräftiger aus als nach dem Brexit-Referendum und der Trump-Wahl. Die Summe der Unsicherheiten sorge für Unruhe. Die Gefahr eines ungeordneten Brexits, der Handelskrieg zwischen den USA und China – jeder dieser Punkte für sich sei beherrschbar. Das Problem sei, dass daraus ein Krisencocktail werden könne.

Mehr von Westdeutsche Zeitung