1. NRW
  2. Wuppertal

Der Zoo hat eine neue Tierärztin

Der Zoo hat eine neue Tierärztin

Dr. Maya Kummrow kommt aus Hannover und übernimmt die bisherigen Aufgaben des Zoodirektors Dr. Arne Lawrenz.

Wuppertal. Zoodirektor Dr. Arne Lawrenz hat keinen Zweifel, dass ihm ein Glücksgriff gelungen ist: Dr. Maya Kummrow (37) wechselte zum 1. Oktober vom Zoo Hannover als Tierärztin nach Wuppertal. „An Wuppertal reizt mich besonders, dass der Zoo in den kommenden Jahren vor großen Entwicklungen steht. In Hannover, wo ich vier Jahre als Zootierärztin ein kleines Team geleitet habe, waren die meisten Konzepte bereits umgesetzt“, sagt die gebürtige Schweizerin.

Der Wuppertaler Zoo will sich bis 2020 als „grüner Zoo“ neu aufstellen und neue Schwerpunkte setzen. Das ambitionierte Konzept sieht unter anderem die Nutzung der Zoosäle als Internationales Veterinärzentrum vor. Für Maya Kummrow würde dies neben der medizinischen Betreuung der Zootiere viele weitere reizvolle Aufgaben bieten. Die Zoobesucher — so die Pläne von Direktor Arne Lawrenz — sollen zum Beispiel in den Zoosälen Einblicke in die Tiermedizin und die Behandlung der Tiere erhalten. Und in der Zooschule, unter dem gleichen Dach, soll die Veterinärmedizin ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.

Maya Kummrow, neue Tierärztin im Wuppertaler Zoo

Maya Kummrow hat im Rahmen ihrer Ausbildung die Berechtigung erworben, Tiermediziner zu Zoo-Tierärzten auszubilden. Sie gehört zu dem exklusiven Kreis der europäischen „Diplomates of the Zoo Health Management“. Mit ihrem Mann und einem Hund hat sie am Rande des Zoos bereits eine neue Heimat gefunden. „Dass es in Wuppertal ein paar steile Hügel gibt, freut mich sehr, denn die Berge habe ich in Hannover doch wahnsinnig vermisst“, sagt die erfahrene Tierärztin. Sie hat in Zürich zunächst Biologie studiert, aber schon nach ihrem Abitur als Tierpflegerin in einem kleinen Zoo in der Schweiz gearbeitet.

Es folgten eine Reihe beruflicher Stationen und Qualifikationen — unter anderem in Zoos und Wildtierkliniken in den USA und Kanada. „Wichtig war für mich, dass die Tiere im Mittelpunkt meiner Arbeit standen. In Hannover habe ich dann als Leitende Tierärztin gearbeitet, was für mich eine sehr wertvolle Erfahrung war.“ Viel Zeit verbrachte sie dort im Elefantenhaus. „Fünf asiatische Elefanten sind innerhalb eines Jahres geboren worden. Die fünf kleinen Elefanten gemeinsam herumtollen zu sehen, das war schon ein ganz besonderes Erlebnis“, sagt Maya Kummrow, auf die im Wuppertaler Zoo mit den afrikanischen Elefanten einige noch größere Patienten warten.

Doch nicht nur bei den großen Tieren, sondern auch den großen und kleinen Besuchern des Zoos dürfte die Schweizerin mit ihrer freundlichen und offenen Art gut ankommen.