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Der Wupperpark Ost am Wuppertaler Döppersberg wächst in die Höhe

Stadtentwicklung : Döppersberg: Der Wupperpark Ost wächst jetzt in die Höhe

Die Arbeiten am Wupperpark gehen oberirdisch voran. Der Ausbau des Bunkers ruht dagegen schon seit März.

Auf dem Gelände des Wupperparks zwischen Wupper, B7, Morianstraße und Alter Freiheit wächst gerade etwas. Denn aktuell beginnen die Arbeiten an den Gebäuden – den beiden Pavillons für das Stadtmarketing und das Café Cosa, das Drogenhilfecafé.

Die Fundamente für beide Gebäude sind gegossen, als Teil des Stadtmarketingpavillons entstehen gerade ein Aufzugsschacht und ein Treppenhaus – als Zugänge für den Bunker und zur Dachterrasse auf dem Gebäude und als einer von zwei Notausgängen. Markus Riedel von der Tiefbunker Brausenwerth GmbH & Co. KG sagt, der Hochbau laufe planmäßig. Die Gebäude sollen im kommenden Frühjahr stehen, wohl im Sommer übergeben werden. Die Riedel-Brüder hatten als Generalunternehmer die Arbeiten am gesamten Areal für die Stadt in die Hand genommen.

Wer über die Baustelle geht, bekommt ein Gefühl für das, was entsteht. Auch wenn es teilweise täuscht. Denn aktuell ist der Boden nicht auf dem Niveau, auf dem er sein wird, wenn der Wupperpark einmal fertig ist. Man steht teilweise etwa zwei Meter tiefer als man später stehen wird. So wirken die Stützwände, die gerade für das zu gießende Treppenhaus aufgestellt wurden, riesig. Architekt Holger Erke von Arntz Erke Architekten erklärt aber, dass sich der Eindruck noch ändern werde.

Erke führt über die Baustelle. Er zeigt sich begeistert vom Zugang von der Alten Freiheit aus. Neben dem relativ großen Pavillon führt ein schmaler Weg auf das Gelände -– der immer breiter wird und über den das Areal sich immer weiter öffnet.

Auf dem Gelände werden sechs Bauminseln entstehen; um den Bunkereingang soll eine ähnlich anmutende Umrandung mit Bambus bepflanzt werden.

Die Mauer an der Wupper wird im Moment gestützt. Die Mauerkrone abgerissen und erneuert. Hinzu kommt ein neues Geländer. Erke erklärt, dass die Mauer, die in Richtung Alte Freiheit aktuell eher schief nach oben verläuft, begradigt wird – auf dem Niveau von Alter Freiheit und der Brücke, die von dem Wupperpark-Gelände über die Wupper verläuft. Andreas Klein, Bauleiter Döppersberg, sagt, die Mauer werde schon seit September bearbeitet und solle im Februar oder März fertig sein.

Pläne für den Bunker haben Bestand, sind aber verschoben

Die Arbeiten an der Freifläche sollen im Frühjahr beginnen, sagt Klein. Aktuell prüfe man Angebote. Dass jetzt an den Pavillons gearbeitet wird, sei dafür sinnvoll. „Wenn es dabei nicht einen gewissen Fortschritt gibt, können wir an der Fläche nicht arbeiten“, sagt er. Die Oberfläche des Geländes soll im Juni begehbar sein – zumindest so, dass die Pavillons erreichbar sind. Im Juli könnten sie dann genutzt werden. Im Herbst 2021 soll alles fertig sein.

Das gilt aber nicht für den Bunker. Denn bei dem hat sich laut Markus Riedel durch Corona erst einmal alles verändert. Die Tiefbunker Brausenwerth GmbH & Co. KG hat den Ausbau im vergangenen Jahr begonnen, um im Bunker ein Kulturangebot zu starten, inklusive Club. Das ist in Zeiten der Pandemie hinfällig. „Wir haben den Innenausbau im März komplett gestoppt“, sagt Riedel. Das sei aber in einer „relativ günstigen Phase passiert“, sagt er. Bisher habe man noch keine Aufträge vergeben, aber die Planung sei abgeschlossen. „Wir haben das entschieden, als alle Clubs schließen mussten. Es war klar, dass die Clubs auch die letzten sein werden, die wieder öffnen werden“, sagt Markus Riedel zur Begründung. Es gebe auch keine Auflagen von Seiten der Stadt, wann der Bunker fertig sein soll. Riedel betont, dass die Pläne für den Betrieb des Clubs aber nicht aufgegeben worden seien. „Das bleibt bei uns“, sagt er. Er wisse nur nicht, wann der Club eröffnet werden könne.

Stadt und Riedel wie auch der Architekt gehen davon aus, dass der Bau des Parks im Kostenrahmen bleibt. Die Stadt geht von 4,5 Millionen Euro für den Wupperpark aus, inklusive der Gebäude Infopavillon und Café Cosa.