Der Weihnachtsmarkt in Wuppertal bekommt eine Schlittschuhbahn

Neue Attraktion : Weihnachtsmarkt in Elberfeld bekommt eine Schlittschuhbahn

Die Schlittschuhbahn kommt auf den Kirchplatz. Auch für den Döppersberg gibt es in Sachen Weihnachtsmarkt Pläne.

Der Weihnachtsmarkt in Elberfeld startet am 25. November und wird auch eine Schlittschuhbahn im Angebot haben. Ein Wunsch, den in der Vergangenheit immer wieder Wuppertaler geäußert hatten. Details zum Markt verriet Thomas Schütte, Geschäftsführer der Grandezza Entertainment GmbH, die in diesem Jahr im Auftrag der Orion GmbH erstmals die Ausrichtung übernimmt, am Mittwochabend in der Bezirksvertretung Elberfeld. Dort kamen die Pläne gut an, die Lokalpolitiker sparten – vor allem wohl auch wegen der eher dürftigen Märkte in den vergangenen Jahren – nicht mit Vorschusslorbeeren. Tenor: „Wir freuen uns drauf.“

Die 150 Quadratmeter große Eisbahn wird auf dem Kirchplatz stehen. Wobei Schütte selbst den Begriff „Eis“ vermied. Denn aufgebaut werden wird eine Kunststofffläche mit einer Art synthetischem Eis, die praktisch ohne Energie auskomme. In der jetzigen Zeit das richtige Zeichen, bekräftigte der Geschäftsführer. Die jetzige Lösung sei wesentlich umweltfreundlicher. Und auch wenn es kein richtiges Eis sei, erreiche man etwa 85 Prozent der Geschwindigkeit, so Schütte. Die Bahn werde vor allem für Kinder ein Anziehungspunkt, ist er überzeugt. „Und der Kirchplatz ist auch ein schöner Platz dafür“, betonte Schütte, der das Areal an der Citykirche als wichtigen Bestandteil des Weihnachtsmarktes sieht. Dort wird zukünftig der bei vielen Wuppertalern beliebte Glühwein-Stand der Lions aufgebaut.

Am Döppersberg soll ein Dorf mit Gastronomie entstehen

Neu bespielt wird in diesem Jahr auch der Platz am Döppersberg. Ein Weihnachtsdorf mit Schwerpunkt Gastronomie und Handel wird vor dem Hauptbahnhof und Primark entstehen, unter anderem mit einer der schönsten Buden des Hamburger Weihnachtsmarktes: Der Glühweinspeicher steht diesmal in Elberfeld. Ausgeschenkt wird erstmals auch in Pfandbechern mit Schwebebahnmotiv. Der Clou: Besucher können ihn in Elberfeld erwerben und in Barmen auf dem Markt wieder abgeben — oder eben umgekehrt.

Dass anders als in den Vorjahren die Buden diesmal nicht in der Innenstadt verteilt werden, wurde in den Sozialen Netzwerken und der Öffentlichkeit bislang positiv aufgenommen. Fünf Plätze sollen einbezogen werden, wie Schütte ankündigte: das Areal Kerstenplatz/Neumarkt, die Alte Freiheit vor den Cityarkaden, der Von-der-Heydt-Platz und eben erstmals Döppersberg und Kirchplatz. Auch die BV sparte nicht mit Lob. „Ich freue mich seit langem mal wieder auf einen Weihnachtsmarkt“, sagte stellvertretend Joachim Knorr (CDU).

Man habe noch weitere Ideen für die Zukunft, so Schütte. Die Realisierung sei aber auch davon abhängig, welcher Platz dann wie zur Verfügung steht. Bekanntlich sind auch die Plätze Bestandteil der Qualitätsoffensive Innenstadt.

Einen Einwand des Beirates der Menschen mit Behinderung will Schütte aber schon jetzt aufgreifen. Jörg Werner hatte in der BV moniert, dass die auf dem Boden liegenden Stromkabel der Buden mitunter Hindernisse für Rollstuhlfahrer, aber auch für Mütter mit Kinderwagen darstellen. Ganz verhindern könne man das nicht, so Schütte, aber man wolle versuchen, die Beeinträchtigungen zu reduzieren.

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