Feuerwehr: Der Umweltschutzzug bekommt mehr Platz

Feuerwehr : Der Umweltschutzzug bekommt mehr Platz

Die ABC-Einheit der Freiwilligen Feuerwehr sitzt jetzt in der Hauptfeuerwache.

Die symbolische Schlüsselübergabe durch Matthias Nocke, Dezernent für Sicherheit und Ordnung, machte es am Samstag offiziell: Der Umweltschutzzug der Freiwilligen Feuerwehr bezieht nach einem Erweiterungsumbau größere Räume an der Hauptfeuer- und Rettungswache in der August-Bebel-Straße. Damit ist er der einzige Zug der Freiwilligen Feuerwehr, der an der Hauptfeuerwache untergebracht ist.

Florian Lachmann, Löschzugführer des Umweltschutzzuges, Ulrich Zander, Leiter der Feuerwehr, und Nocke eröffneten die Einweihung der neuen Räume und schilderten die Entwicklung des Umweltschutzzuges.

Als der Umweltschutzzug 1994 in die ehemalige Feuerlöscherwerkstatt auf der Hauptfeuerwache einzog, war das wegen der beengten Platzverhältnisse nur als Übergangslösung geplant, schilderte Lachmann.

Zwar sei „die räumliche Nähe zur Berufsfeuerwehr und der Werkstatt für Atemschutz- und Messgeräte sowie zu Schutzanzügen“ für den Umweltschutzzug mit seinem „hohen Übungsaufwand in den speziellen Bereichen des ABC-Einsatzes sehr hilfreich“, so Lachmann. Wegen der beengten Verhältnisse, in denen sie ihre Ausbildung durchführen mussten, sei jedoch immer wieder nach Alternativen gesucht worden. Auch, weil sich der Umweltschutzzug in den vergangenen Jahren personell stark vergrößert hat. Aktuell zählt er 45 aktive Mitglieder, darunter viele Studenten. Zusätzlich wurde 2013 eine eigene Jugendfeuerwehr gegründet und 2014 ein Förderverein.

Mit dem Erweiterungsumbau erhält der Umweltschutzzug nun zwei zusätzliche Räume und damit etwa doppelt so viel Platz wie zuvor. Der ursprüngliche Raum wurde von den Mitgliedern in einen Aufenthaltsraum umgestaltet — mit Bar und Sitzecke. Im Geschoss darüber ist auf einer ehemaligen Empore der Kfz-Werkstatt ein neuer Schulungsraum entstanden. Zudem erhält die Jugendfeuerwehr erstmals einen eigenen Raum an der Hauptfeuerwache — bisher musste sie wegen des Platzmangels in der Hermann-von-Helmholtz-Realschule ausgebildet werden.

Die größeren Räume böten den Ehrenamtlichen des Umweltschutzzuges deutlich bessere Bedingungen, „die Sorgen des unzumutbaren Provisoriums“ könnten nun hinter sich gelassen werden, so Nocke. „Wir freuen uns, durch die neuen Räume und die verbesserte technische Ausstattung unsere Ausbildung weiter zu verbessern um in der gewohnten Qualität den Schutz von Bürgern und Umwelt zu gewährleisten“, so der Löschzugführer. Der Umweltschutzzug ist für das gesamte Stadtgebiet zuständig. Er fährt im Jahr etwa 130 Einsätze im Bereich gefährliche Stoffe, Sturm und Wasser sowie Öl, erklärt Marc Weißelstein, stellvertretender Löschzugführer.

Während der Veranstaltung wies die Feuerwehr auf ein weiteres Platzproblem hin: So sind die Einsatzfahrzeuge in den vergangenen Jahren deutlich höher geworden — die Fahrzeughallen sind darauf jedoch häufig nicht ausgelegt.

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